10 Warnsignale für eine Dehydrierung, die du kennen solltest

Durst kann einem zwar auf die Nerven gehen, doch eine Dehydrierung sollte auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Vielen Menschen ist gar nicht klar, wie schwerwiegend sich ein Wassermangel auswirken kann. Denn tatsächlich besteht der Körper zu mehr als zwei Dritteln aus Wasser. Es sorgt dafür, dass Augen und Gelenke nicht zu trocken sind, fördert die Verdauung, hält die Haut gesund und sorgt für die Ausscheidung von Giftstoffen. Deshalb sollte jeder darauf achten, vor und nach den Mahlzeiten sowie über den Tag verteilt, genug Wasser zu trinken. Viele Menschen wissen gar nicht, wie viel Wasser der Körper täglich braucht und wieder verbraucht, sodass sie im Endeffekt dauerhaft mit einer Dehydration zu kämpfen haben. Ein höheres Risiko für eine Dehydrierung weisen Sportler, Diabetiker und Menschen mit schweren Verbrennungen auf. 

Ob du von du von einer Dehydrierung betroffen bist, kannst du in diesem Artikel erfahren.

Dafür findest du unten eine Liste mit 10 Warnsignalen für einen Wassermangel, die du nicht ignorieren solltest:

1. Muskel- und Gelenkschmerzen

Die Knorpel in den Gelenken bestehen zu 65-80% aus Wasser. Wenn dieser Wassergehalt zu niedrig ist, können die Knochen, die durch diese Knorpel verbunden werden, aneinander reiben. Das führt zu Schmerzen und Entzündungen.

Ein durch Dehydrierung ausgelöster Magnesiummangel kann Schmerzen in der Beinmuskulatur und Muskelkrämpfe auslösen. Der Verzehr von Avocado und dunklem Blattgemüse ist zu empfehlen, wenn man seinen Wasser- und Mineralstoffhaushalt auffüllen will.

2. Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Im Zuge des Wassermangels sinkt das Blutvolumen und der Blutdruck steigt. Das Herz muss mehr Arbeit leisten, um Sauerstoff und Nährstoffe zu den Muskeln, der Haut und dem Gehirn zu transportieren. Das Resultat sind Müdigkeit und Erschöpfung.

Im Zuge einer Studie sollte eine Gruppe von Frauen nach dem Training einen Fragebogen zur Laune bearbeiten. Dabei lieferte der Teil mit mangelnder Hydrierung schlechtere Ergebnisse. Darüber hinaus fühlten sie sich desorientiert und müde, weshalb ihnen die Arbeit schwerer fiel. Bei Männern kam es zu vergleichbaren Ergebnissen.

3. Heißhunger

Grundsätzlich kann man ein Bedürfnis nach jedem Nahrungsmittel verspüren, doch das Verlangen nach Süßigkeiten ist häufiger, da der Körper oftmals Schwierigkeiten mit der Glykogenproduktion hat.

Statt ungesunden Schnellgerichten solltest du dich auf wasserreiche Lebensmittel und Früchte verlassen, wie beispielsweise Kiwi, Pfirsiche und Wassermelone. Deinen Heißhunger kannst du auch durch Tomaten und Gurken bekämpfen. Wenn du nicht so gerne Wasser trinkst, sind Obst und Gemüse ein geeignetes Mittel gegen eine Dehydrierung.

4. Palpitation

Wenn zu wenig Wasser im Körper ist, ist das Gleichgewicht der Mineralien (Zucker und Salze) nicht mehr gegeben, was einige Funktionen des Körpers beeinträchtigt.

Palpitation, umgangssprachlich auch Herzklopfen genannt, tritt meist auf, wenn ein Zucker- oder Kaliummangel im Blut herrscht. Die Palpitation kann durch ein verfrühtes Zusammenziehen der oberen Kammern (Vorhöfe) oder der unteren Kammern (Ventrikel) des Herzens ausgelöst werden.

Herzrhythmusstörungen können außerdem von einem Magnesiummangel und daraus folgendem Durchfall oder übermäßigem Schwitzen verursacht werden.

5. Mundgeruch

Die Zähne werden durch Speichel vor Karies, Löchern und Krankheiten geschützt, indem er eine schützende Barriere bildet und Nahrungspartikel auf und zwischen den Zähnen entfernt.

Bei einem Wassermangel wird weniger Speichel hergestellt. Durch den daraus resultierenden Mangel an Reinigung im Mundraum bilden sich mehr Bakterien, die einen unangenehmen Geruch auslösen.

Trockenheit im Mund erhöht zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, Karies oder Zahnfleischerkrankungen zum Opfer zu fallen.

6. Kopfschmerzen

Das Gehirn ist in eine Flüssigkeit eingebettet, die verhindert, dass es gegen den Schädel stößt. Sollte diese Flüssigkeit abnehmen, kann das Gehirn gegen den Schädel drücken, was sich durch Kopfschmerzen bemerkbar macht.

Ein Wassermangel führt außerdem dazu, dass das Gehirn weniger mit Blut versorgt werden kann, wodurch das Gehirn zu wenig Glukose und Sauerstoff erhält, was ebenso Kopfschmerzen zur Folge hat. Trinke lieber etwas mehr Wasser, bevor du ein Schmerzmittel nimmst.

7. Verdauungsprobleme und Verstopfung

Der Körper kann Nahrung mit Hilfe von Wasser besser aufspalten, sodass die Aufnahme von Nährstoffen erleichtert wird. Das gilt besonders für wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C.

Der Dickdarm zieht das Wasser aus den Nahrungsresten, damit es von den Nieren verarbeitet werden kann. Im Optimalfall absorbiert der Darm so viel Wasser, bis der Stuhlgang die richtige Konsistenz hat. Wenn sich allerdings zu wenig Wasser in deinem Körper befindet, saugt er mehr Wasser auf, damit der Körper nicht zu viel Flüssigkeit verliert. Das führt dazu, dass der Stuhlgang hart wird und nur mühevoll durch den Verdauungstrakt ausgeschieden werden kann.

8. Dunkler Urin

Eine Funktion der Nieren ist es, die Flüssigkeit des Körpers im Gleichgewicht zu halten. Wenn du genug Wasser trinkst, müsste dein Urin hellgelb sein. Diese Farbe zeigt an, dass in deinen Nieren ausreichend Wasser vorhanden ist, um Giftstoffe aus dem Körper auszuscheiden.

Dunkler Urin zeigt, dass deine Niere Wasser in den Körper zurückgeschickt hat, damit der Blutdruck und der Mineralhaushalt auf einem gewünschten Level bleiben.

Damit einher geht eine hohe Konzentration an Giftstoffen, was als Warnung verstanden werden sollte, mehr Wasser zu trinken. Durch einen dauerhaften Wassermangel kann die Überlastung der Niere mit Giftstoffen zu einer Bildung von Nierensteinen führen.

9. Trockene Haut und Lippen

Wasser ist zu einem Anteil von 30% in der Haut und sorgt darin für Widerstandsfähigkeit, Fülle und Dehnbarkeit. Die Haut stellt ein Öl her, das verhindert, dass das Wasser verdunstet. Eine zu hohe Verdunstung macht die Haut trocken, wodurch sie juckt. Bestimmte Faktoren bedingen diesen Effekt, wie zum Beispiel Hitze, trockene Luft, bestimmte Duschgewohnheiten und Hautinfektionen.

Bei innerer Dehydrierung verlieren die Hautzellen tatsächlich als erstes an Flüssigkeit, da die Flüssigkeit zu wichtigeren Zwecken zu den inneren Organen gebracht wird.

Dieses Problem wird vermieden, indem man jeden Tag genug Wasser trinkt. Das erhöht außerdem die Dicke und Dichte der Haut.

10. Verwirrung

Die Laune eines Menschen sowie seine kognitiven Leistungen können durch Wasser beeinflusst werden. Eine leichte Dehydrierung wirkt sich negativ auf psychomotorische und arithmetische Fähigkeiten, auf die Wahrnehmung, die visuomotorische Verfolgung sowie auf das Kurzzeitgedächtnis von Menschen jeder Altersklasse aus. Zudem kann sie Stimmungsschwankungen von Erschöpfung und Verwirrung über Ärger bis hin zu Überdrehtheit auslösen.

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