Der optimale Leitfaden zum Entsaften für Anfänger🌱


Das Entsaften kann einen das ganze Leben lang begleiten und man kann immer etwas Neues dazulernen. Beginne auch du damit, dich damit zu beschäftigen. Lerne, wie man entsaftet, was man entsaften kann und wann man es am besten macht. Setze dich mit den vielen Tipps der Expertin Sara Ding auseinander. Genau damit beschäftigt sich auch dieser Artikel – er liefert die Grundlagen für das Entsaften von frischem Obst und Gemüse.

Was ist Entsaften?

Entsaften ist ein Vorgang, bei dem Flüssigkeit aus Gemüse, Obst oder Knollen gezogen wird. Diese Flüssigkeit bezeichnet man als Saft, der durch eine der vielen Entsaftungsmaschinen (Doppel-Entsafter, Handentsafter, Kauentsafter, Zentrifugalentsafter) extrahiert werden kann. Der Saft enthält viele Nährstoffe und wird meist direkt nach dem Prozess getrunken, damit sich alle gesundheitlichen Vorteile entfalten können.

Welche Vorteile bringt das Entsaften?

Obst und Gemüse haben zwar ebenso viele Nährstoffe wie der resultierende Saft, doch durch das Entsaften werden die Fasern entfernt, wodurch der Saft leichter zu verdauen ist und problemlos in den Blutkreislauf gelangen kann. Dadurch erhält man durch das Entsaften eine hohe Konzentration von Nährstoffen (Vitamine, Mineralien und Enzyme) aus Obst und Gemüse.

Warum sollte man entsaften, statt die ganze Frucht zu essen?

Die größten Vorteile des Entsaftens sind: 

  • Durch das Entsaften können die Nährstoffe besser in den Körper aufgenommen und die Verdauung beschleunigt werden.
  • Entsaften stärkt die Gesundheit und verbessert die körperliche Kompetenz des Entgiftens. Regelmäßiger Konsum zeigt sich im Allgemeinen dadurch, dass mehr Nährstoffe zu Gewebe und Zellen gelangt und der Körper besser entgiftet. Man könnte die Auswirkungen auf den Körper noch viel länger ausführen, von besserer Haut über besseres Haar bis hin zur Bekämpfung von chronischen Krankheiten.
  • Magen und Darm profitieren davon, da schwer verdauliche Fasern entfernt werden.
  • Man kann Säfte aus besonders starken Kombinationen von Obst und Gemüse herstellen, wobei sich die Zutaten ergänzen und verstärken können. So kann man je nach Beschwerden und Bedürfnissen den geeigneten Saft herstellen. 
  • Orangen und Zitronen bieten durch ihre intensiven Aromen die Möglichkeit, den Geschmack anderer Zutaten zu überdecken. Das ist besonders bei wählerischen Kindern geeignet, um sie dazu zu bringen, mehr Obst Gemüse zu sich zu nehmen. Eine tolle Kombination ist Limette mit Banane, Papaya und etwas Ingwer. Einzeln scheiden sich an ihnen die Geister, doch zusammen ergeben sie einen tollen Geschmack.

Mixen oder Entsaften – Wo liegt der Unterschied und was ist besser?

Beim Entsaften werden die zähen Ballaststoffe entfernt, wodurch es dem Körper leichter fällt, das Getränk aufzunehmen. Der Nachteil ist natürlich, dass die Ballaststoffe in späteren Phasen der Verdauung fehlen.

Beim Mixen wird hingegen die ganze Frucht mit Fruchtfleisch, in dem die meisten Ballaststoffe sind, in das Getränk gegeben. Um das Fruchtfleisch zu verdauen, werden viele Enzyme und viel Energie aufgewendet. Das führt dazu, dass effektiv weniger Nährstoffe aufgenommen werden, da der Prozess anstrengender ist. Dadurch ist die heilende Wirkung des Entsaftens größer.

10 Dinge, die du wissen solltest, wenn du mit dem Entsaften anfängst

1. Zu welcher Tageszeit sollte man frische Säfte trinken?

Säfte nimmt man am besten zu sich, wenn der Magen leer ist – eine halbe Stunde oder mehr vor der Mahlzeit. Dann hat der Körper nämlich Hunger auf Nahrung und nimmt alles auf, was man zu sich nimmt.

Wenn du einen Saft trinkst, der viele Nährstoffe enthält, nimmt dein Körper diese schnell auf und lässt nichts verkommen. Der selbe Effekt geschieht, wenn man stattdessen etwas Schädliches isst, weshalb man also vorsichtig bei der Auswahl sein sollte.

Grundsätzlich sollte man versuchen, Fruchtsäfte morgens zu trinken, da sie komplexe Kohlenhydrate für die Energieversorgung liefern. Im Laufe des Tages solltest du weniger süße Säfte trinken.

Verwende Zitrusfrüchte, um deine Verdauung zu unterstützen

Möglicherweise hast du manchmal gehört, dass man keine Zitrusfrüchte auf nüchternen Magen zu sich nehmen sollte, da sie sauer sind. Darüber brauchst du dir aber keine Sorgen machen, denn sie schmecken zwar sauer, sorgen aber für ein eher basisches Milieu im Körper. Du solltest es vorsichtig ausprobieren und beobachten, ob es dir gut tut.

Wenn dein Magen sich an frische Obst- und Gemüsesäfte gewöhnt hat, sollten dir Zitrussäfte keine Schwierigkeiten bereiten. Ich persönlich habe das Gefühl, dass das Vitamin C heilende Kräfte für meine Haut liefert!

2. Schätze deine gesundheitliche Verfassung ein

Durch den Konsum von Fruchtsäften erhöht sich der Blutzuckerspiegel sehr schnell. Für einen gesunden Menschen sollte das kein Problem sein, da Fruchtzucker leicht verdaut werden kann. Bei ausgewogener Ernährung und guter Gesundheit muss man sich also keine Sorgen machen, an Diabetes zu erkranken.

3. Der Heilungsprozess, den du vom Entsaften erwarten kannst

Das Entsaften führt dazu, dass man qualitativ hochwertige Lebensmittel zu sich nimmt, nämlich nährstoffreiches Obst und Gemüse. Dein Körper kann dadurch leichter Giftstoffe ausscheiden und minderwertiges Gewebe abbauen und durch gesundes ersetzen.

Wenn man jeden Tag Schokolade, Kaffee oder Tee zu sich nimmt und man plötzlich damit aufhört, reagiert der Körper möglicherweise mit Kopfschmerzen oder Migräne. Das passiert im Zuge des Reinigungs- und Regenerationsprozesses. Der Körper verhält sich schlau und entledigt sich der Giftstoffe (z.B. Theobromin oder Koffein) aus dem Körpergewebe und transportiert sie über die Blutbahn aus dem Körper.

Die Organe, die sich für die Entsorgung von Giftstoffen aus dem Blut verantwortlich zeichnen, sind die Leber und die Nieren. Sind die Toxinwerte im Blut kurzfristig erhöht, kann sich das durch Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen oder Schwäche in Armen und Beinen bemerkbar machen. Außerdem kann der Puls sinken, was der Verstand als geringe Energie oder Lethargie auffasst.

Sei nicht frustriert, wenn du eine der oben genannten Beschwerden bei dir feststellst. Die meisten Menschen erleben manchmal einen Reinigungsprozess des Körpers, der in der Dauer je nach Grad der Toxizität variiert. Ruhe dich in dieser Phase aus und gib deinem Körper die Zeit, sich zu erholen, damit er bald wieder genug Energie hat. Stelle dir vor, dass das der Beginn deiner besten Gesundheit ist.

4. Wechsel mit Gemüse- und Obstsäften ab, um die optimale Wirkung zu erzielen

Folgende Stoffe braucht der Körper regelmäßig in genügender Menge, um bei bester Gesundheit zu sein:

  • Wasser
  • Mineralien
  • Essentielle Fettsäuren
  • Enzyme
  • Essentielle Aminosäuren
  • Vitamine
  • Kohlenhydrate 
  • Ballaststoffe

Wenn man stetig eine große Bandbreite an Obst- und Gemüsesorten zu sich nimmt, erhält man viele Enzyme, Mineralien und weitere Stoffe, die die Gesundheit fördern und perfekt zusammenwirken. Der Effekt auf deine Gesundheit kann dich zum Staunen bringen!

Allerdings gibt es auch lebenswichtige Stoffe, die man nicht durch Obst und Gemüse erhalten kann. Deshalb findest du unten weitere Lebensmittel, die du für eine ausgeglichene Ernährung berücksichtigen solltest.

Fischöl oder Lebertran: In grünen Gemüsesäften ist Vitamin K in hoher Konzentration enthalten, wodurch der Körper Kalzium assimilieren kann. Man kann dieses Vitamin allerdings nur gut aufnehmen, wenn man Fette aufnimmt, wie sie beispielsweise in Lebertran enthalten sind. Für Vegetarier gibt es alternative Fettsäuren.

Spirulina und Chlorella: Chlorella und Spirulina sind zwei Algenarten, die auch als Pulver oder Tabletten erhältlich sind. Sie enthalten sehr viel Vitamin B, das nicht oder nur in geringem Maße in Obst und Gemüse vorhanden ist.

Samen und Nüsse: Der Körper braucht Eiweiß und Fett als Brennstoff. Neben wichtigen Aminosäuren für das Immunsystem und das Gehirn liefern das viele Nüsse und Samen. Sie können pur gegessen oder gemahlen und in einem Saft getrunken werden.

Eiweiß: Wenn du viele Säfte trinkst und du dich ausgewogen vegetarisch ernährst, solltest du genug Eiweiß durch pflanzliche Produkte bekommen. Falls nicht, solltest du kein Eiweiß aus Milch aufnehmen. Bessere Lieferanten für Proteine sind Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte.

5. Welche Zutaten du verwenden solltest

Schritt 1: Verwende Früchte, die dir auch pur schmecken. Am besten nimmst du weit verbreitete Produkte, die leicht verdaulich sind. Dazu zählen Orangen, Karotten, Wassermelonen und Äpfel.

Schritt 2: Nachdem du Schritt 1 ein paar Mal durchgeführt hast, bist du möglicherweise bereit, deine Speisekarte ein wenig zu erweitern. An diesem Punkt solltest du vermehrt Gemüse hinzufügen. Viele Menschen mögen Gemüsesäfte zu beginn nicht und brauchen ein bisschen, bis sie sich daran gewöhnt haben, doch die gesundheitlichen Vorteile sind zahlreich.

Wenn du mal faul bist, mache dir einen Saft aus einem Apfel, einer Karotte, einer Orange und einer Tomate. Diese Kombination bringt kraftvolle Nährstoffe, schmeckt köstlich und macht mich für den ganzen Tag energetisch.

Versuche außerdem mindestens eine oder zwei mittelgroße Rote Bete in deine Säfte einzubauen. Wenn du gerade erst anfängst, solltest aber nicht mehr als eine pro Woche zu dir nehmen, da Rote Bete ein starkes Reinigungsmittel und auch ein Aufbaustoff für Blut und Nieren ist.

Schritt 3: Es gibt die Faustregel, dass Gemüse weniger gut schmeckt je grüner es wird, allerdings wird es in puncto Ernährung auch umso wertvoller. Verwende eine Grundlage aus grünen Äpfeln und Karotten und füge das grüne Gemüse hinzu, auf das du Lust hast, egal ob es Blumenkohl, Grünkohl, Salat, Gurke, Brokkoli, Mangold, Spinat oder Sellerie ist. Du kannst das Getränk am Ende nach Belieben mit Zitrone und grünem Apfel ausgleichen. Zitrone unterstützt nicht nur die körperliche Fähigkeit zur Entgiftung, sondern erhöht auch die Absorptionsrate der Nährstoffe bis um das fünffache. Wegen ihrer ätherischen Öle und Bioflavonoide solltest du die Zitrone mit der Schale entsaften. Die Zitrone ist eine fantastische Stütze für das Immunsystem.

Schritt 4: An diesem Punkt kannst du damit anfangen, bei den Kombinationen erfinderisch zu werden. Suche dir eine Liste mit Obst und Gemüse und werde kreativ. Nach Möglichkeit solltest du auf saisonale und regionale Produkte zurückgreifen.

6. Was macht man mit dem Fruchtfleisch?

Was beim Entsaften übrig bleibt, sind Ballaststoffe und das Fruchtfleisch. Ballaststoffe kategorisiert man in lösliche und unlösliche Ballaststoffe. Beide Arten werden von deinem Körper benötigt. Wenn man Ballaststoffe isst, werden sie nicht verdaut, sondern durchlaufen das Verdauungssystem unverändert. Beim Ausscheiden machen sie den Stuhl weicher und voluminöser, damit es nicht zu Verstopfungen kommt.

Ich würde dir nahelegen, für deine Gesundheit zu entsaften. Je nachdem, was deine Ziele sind, kannst du entsaften oder mixen, doch die beiden Dinge sind nicht das Gleiche. In diesem Artikel geht es in erster Linie darum, welche Vorteile das Entsaften für die Gesundheit bringt. Wenn du deine Gesundheit verbessern oder eine Krankheit bekämpfen willst, dann wird dir das Entsaften helfen. Ich würde dir sogar Saftfasten empfehlen.

Durch das Mixen werden Ballaststoffe und Fruchtfleisch eingeschlossen, wodurch es eher mit Essen vergleichbar ist. Der Körper verbraucht bei der Verarbeitung Energie und Enzyme. Durch den größeren Aufwand können weniger Nährstoffe effektiv genutzt werden. Das heißt, dass der Heilungsprozess länger dauert als beim Entsaften.

7. Bergen Fruchtsäfte Gefahren?

Diese Frage kommt bei den meisten Menschen auf, die in das Entsaften einsteigen wollen. Ich kenne es selbst, dass man sich fragt, ob es Risiken oder Gefahren gibt, deshalb kann ich das sehr gut verstehen.

Es gibt kleine, wenig bekannte Probleme, doch diese können nicht mit den gesundheitlichen Vorteilen von Fruchtsäften mithalten. Im Folgenden werden wir auf kleine Bedenken eingehen, die mit dem Entsaften einhergehen.

Erstes Bedenken: Zucker

Verursachen Fruchtsäfte Diabetes? Die Antwort ist “Nein”, niemand bekommt wegen des Verzehrs von Fruchtsäften Diabetes oder eine andere Krankheit.

Die meisten langfristigen Erkrankungen werden durch eine Ernährung, die zu viele fettreiche und verarbeitete Lebensmittel einschließt, ausgelöst. Diese schädlichen Lebensmittel behindern die Aufnahme des Zuckers. Dieser wird von Fetten umgeben und wird in das Blut eingeschlossen, wodurch er länger im System bleibt.

Anschließend kommt es zu einer Fermentierung des eingeschlossenen Zuckers, wodurch dieser sauer wird, was zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt. Wenn du bereits an Diabetes leidest, solltest du insbesondere süße Säfte meiden, da der Körper sie nicht gut verarbeiten kann. Stattdessen solltest du als erstes diese schädlichen Lebensmittel von der Speisekarte streichen. Der Körper eines gesunden Menschen kann den natürlichen Zucker in Früchten problemlos verarbeiten und verdauen, anders als Saccharose, die giftig für den Körper ist. Wenn du dich allgemein ungesund ernährst, ist es wenig überraschend, wenn dir Fruchtsäfte nicht gut bekommen.

Du solltest deine Säfte mit Wasser verdünnen, bevor du sie Kindern zum Trinken anbietest. Bei ganz kleinen Kindern solltest du höchstens einen halben Apfel entsaften, da Äpfel eine natürliche abführende Wirkung haben, die bei den Jüngsten zu Durchfall führen kann

ACHTUNG: 

Nachdem du einen Fruchtsaft getrunken hast, solltest du den Mund ausspülen. Damit es nicht zu einer Korrosion des Zahnschmelzes kommt, solltest du nicht bürsten.

Zweites Bedenken: Pestizide im Obst

Obst und Gemüse, das in großem Stil angebaut wird, wird mit Pestiziden und weiteren Chemikalien behandelt. Da es nicht so leicht ist, ausschließlich Produkte ohne diese Behandlung zu kaufen, ist fast jeder damit konfrontiert. Wenn du genug Geld hast, solltest du so oft wie möglich Bio-Produkte kaufen.

Giftstoffe aus Obst und Gemüse kann man entfernen, indem man sie in sauberem Wasser mit einer Mischung aus etwas Meersalz und ein bisschen Apfelessig einweicht. Allerdings entfernt das die Pestizide nur oberflächlich, innerlich bleiben sie erhalten. Vor allem Krebspatienten sollten Vorsicht walten lassen.

Nachdem du das Gemüse zehn Minuten lang eingelegt hast, wirst du einen bestimmten Geruch wahrnehmen, der darauf hindeutet, dass sich die Pestizide gelöst haben. Bevor du das Gemüse verwendest, solltest du es noch einmal mit klarem Wasser abspülen. Bei Obst kannst du den gleichermaßen vorgehen.

Drittes Bedenken: Wachs auf Früchten

Äpfel stellen beispielsweise eine natürliche dünne Wachsschicht, die die Schale überzieht und schützt. Bevor sie für den Vertrieb eingepackt werden, werden sie aber mit Speiseöl auf pflanzlicher Basis besprüht, damit sie feucht bleiben und nicht schrumpfen.

Bei den meisten Früchten sind die meisten Nährstoffe direkt unter der Schale. Für Säfte lasse ich die Schale dran, beim Essen entferne ich sie hingegen meistens. Du kannst es selbst entscheiden, hier ist keine Option schädlich.

8. Achte auf deinen Körper

Entsaften sollte ein positives Erlebnis sein. Die Getränke sollten wohlschmeckend und nicht eklig sein. Es ist sehr wichtig auf den eigenen Körper zu hören. 

Der Verzehr sollte deinen Magen für den ganzen Tag beruhigen. Wenn dein Magen hingegen knurrt und permanent am Arbeiten ist, ist das die Art deines Körpers, zu sagen, dass du vermutlich etwas gegessen hast, was dein Körper nicht gut kennt. Man kann seine Verdauung trainieren, indem man sie regelmäßig in kleinen Mengen an etwas gewöhnt.

Wie viel Saft sollte man nun aber trinken? Jeder sollte so viel trinken, wie er will und kann, ohne sich dabei unwohl zu fühlen. Dein Körper gibt dir Signale, an denen du erkennst, ob etwas gut für ihn ist. An das gesunde Zeug musst du ihn wahrscheinlich eine Weile gewöhnen. Wenn du Lust auf Saft hast, dann trinke Saft. Wenn es deinem Körper reicht, wird sich das bemerkbar machen.

Vergiss nicht, dass es eine große Veränderung für deinen Körper sein kann, wenn du deine Ernährung umstellst. Gehe mit der richtigen Erwartungshaltung an das Ganze heran, damit du deinen Körper verstehst und das Entsaften nicht aufgibst.

9. Trinke deine Säfte schnell, damit sie nicht oxidieren

Sobald man die Flüssigkeit aus den Früchten zieht, reagieren sie mit Licht und Luft, wobei Enzyme zerstört werden und eine Oxidation ausgelöst wird. Um diese Effekte zu minimieren, sollte man den Saft sofort nach der Herstellung trinken.

Wie lange man Säfte aufheben kann, hängt von den Zutaten und von der Methode ab. Ein Zentrifugalentsafter trägt durch die hohe Drehzahl dazu bei, dass der Saft schnell oxidiert.

Oxidierter Saft ist mit verdorbenem Saft gleichzusetzen. Ein oxidierter Fruchtsaft verändert seine Farbe und bekommt einen leicht metallischen Geschmack. Bei einigen Säften dauert das zwar länger, doch auch sie solltest du innerhalb von Minuten trinken, damit sie nicht oxidieren.

Bei Entsaftern mit niedriger Drehzahl werden die Säfte hingegen extrahiert, ohne dass die Zellstruktur der Zutaten zerstört werden. Dadurch bleiben Nährstoffe und Enzyme erhalten. Die Oxidation dauert im Anschluss länger, da das Endprodukt stabiler und konzentrierter ist. Mit dieser Methode kann man Saft bis zu 24 Stunden aufbewahren.

Frische Säfte lagern

Wenn man Säfte für später aufheben möchte, sollte man den Saft behutsam in ein luftdichtes Glas füllen, solange er noch kalt ist. Der Behälter sollte so voll wie möglich sein, damit es keinen unnötigen Raum für Luft gibt. Wenn du ein durchsichtiges Gefäß benutzt, solltest du es in Alufolie einwickeln, damit kein Licht hinkommt, das die Enzyme zerstört. Den Saft solltest du nicht länger als 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren.

10. Säubere deinen Entsafter gründlich, damit sich kein Schimmel bildet

Bei der Auswahl des Entsafters sollte man besonders darauf achten, dass er einfach auseinanderzubauen und wieder zusammenzusetzen ist, damit man ihn gründlich reinigen kann. Wenn man nach dem zehnminütigen Entsaften weiter 15 Minuten nur zum Saubermachen und Aufräumen braucht, wird man wohl kaum Lust auf einen Saft haben. 

Wenn Reste von Gemüse und Obst am Entsafter haften bleiben, kann sich schnell Schimmel bilden. Um das zu vermeiden, solltest du das Gerät direkt nach dem Gebrauch säubern.

Für das Abwaschen zerlegst du den Entsafter in seine Einzelteile und spülst ihn unter Leitungswasser ab. Das Sieb sollte mit einer alten Zahnbürste gereinigt werden, damit man auch hartnäckige Reste erwischt. Wenn du einen Saft mit Zitrusfrüchten gemacht hast, wird sich der Entsafter im Nachhinein ein bisschen ölig fühlen. Putze ihn mit ein bisschen Spülmittel. Spüle gut nach.

Abschließender Gedanke

Wir hoffen, dass dir unsere Anleitung zum Entsaften für Anfänger gefallen hat. Sobald du die Basis gemeistert hast, wirst du bereit sein, das Saftfasten und das Entsaften zur Heilung auszuprobieren.

Ich wünsche dir viel Spaß auf dem Weg zu einem besseren und gesünderen Leben!

Ein frohes Entsaften!!

Deine @diefaktenseite 🌿

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