6 Merkmale einer quirligen Person und wie man als Introvertierte:r damit zurechtkommt

Wenn von einer quirligen Person die Rede ist, versteht man darunter im Volksmund einen lebhaften und fröhlichen Menschen. Der Duden definiert das Wort “quirlig” folgendermaßen:

“sehr lebhaft und unruhig, in ständiger Bewegung”

Dieser Artikel beschäftigt sich damit, wie sich diese Wesenszüge im Detail äußern und wie man eine quirlige Person erkennt. Zudem wird thematisiert, wie man als introvertierter Mensch mit einer quirligen Person umgeht.

Merkmale eines quirligen Menschen

Quirlig ist ein sehr lustiges Wort. Neben dem amüsanten Klang fühlt man sich ans Backen erinnert, da man dabei Dinge verquirlt. Quirlig kann positiv und negativ konnotiert sein.

Für stille, in sich gekehrte Menschen, kann der Kontakt zu einer quirligen Person bisweilen anstrengend sein. Anzeichen dafür, dass jemand aus deinem Bekanntenkreis – oder vielleicht sogar du selbst – quirlig ist, erfährst du in diesem Artikel.

1. Peinliche Situationen gehören zur Tagesordnung

Die lebhafte Ader führt meistens zu einer gewissen Ungeschicklichkeit. Stell dir ein aufgeregtes Kind vor, das unbedingt etwas Neues ausprobieren will. In der Aufregung stolpert es dann über seine eigenen Füße.

Eine quirlige Person ist davon aber nur selten beeindruckt und kann das mit ihrem Charme kompensieren. Durch ihre direkte Art sagt sie hin und wieder etwas Unangebrachtes. Oder sie geht mit überschießender Energie an eine Aufgabe.

2. Andere zum Lachen bringen

Eine optimistische Grundhaltung sorgt für viel positive Energie in Beziehungen. Eine temperamentvolle Person wird versuchen, viel gute Laune zu verbreiten und dich zum Lachen zu bringen. Diese Mühen können zwar nerven, doch dahinter stecken gute Absichten.

3. Zielstrebigkeit

Menschen sind nicht nur positiv gestimmt, um andere Menschen anzustecken, sondern auch einfach für sich. Quirlige Menschen setzen sich oft anspruchsvolle Ziele. Denn sie befassen sich selten mit Risiken und Hindernissen, sondern ihren Fokus auf Chancen und Möglichkeiten legen.

Das kann mitunter zu schlechter Planung führen. Das können sie jedoch in der Regel durch ihre großen Energiereserven und ihren unermüdlichen Tatendrang kompensieren.

4. Dafür leben, neue Freunde zu finden

Eine quirlige Person fühlt sich zwischen anderen Menschen pudelwohl und ist nicht schüchtern, wenn es darum geht, fremde Menschen anzusprechen. Ihre überschwängliche Art kann andere bisweilen überfordern, da sie möglicherweise ihre Komfortzone leicht angetastet sehen.

5. Jeder hat gute Eigenschaften – und du wirst sie finden

Keinem Menschen gelingt es, immer glücklich zu sein. Ein quirliger Mensch wird aber zumindest in jeder Situation versuchen, das Positive zu sehen. Sie versuchen beispielsweise aus Rückschlägen zu lernen oder sich auf die positiven Eigenschaften einer anderen Person zu fokussieren. Auch in misslichen Lagen versuchen quirlige Menschen noch, etwas Gutes zu finden.

6. Menschen halten positive Energie für Dummheit

Wenn jemand ohne Unterlass strahlt, kann das von manchen Seiten fälschlicherweise als Dummheit interpretiert werden. Vermutlich liegt das daran, dass manche Menschen ein unbewusstes Vorurteil gegenüber Menschen haben, die jeder Situation einen scheinbar naiven Nutzen abgewinnen können. Vielleicht liegt dem der Glaube zugrunde, sie würden die Gesamtsituation nicht verstehen.

Extravertiert vs. Introvertiert

Quirlig zu sein ist nicht gleichbedeutend mit Extraversion. Die signifikanten Eigenschaften sind aber durchaus ähnlich. Es bringt zahlreiche Vorteile, einen quirligen Freund an seiner Seite zu haben. Doch es kann zu Schwierigkeiten kommen, wenn man selbst introvertiert ist. Ein introvertierter Mensch ist meistens ruhig und zurückhaltend, er geht nicht viel aus sich heraus. Er ist gewissermaßen das Gegenteil einer quirligen Person.

Beide sind sozusagen am gegenüberliegenden Ende einer Skala. Daraus resultieren unterschiedliche Bedürfnisse, Einstellungen und emotionale Reaktionen. Trotzdem können sie zu einem fantastischen Paar werden.

Hier sind ein paar Tipps, mit deren Hilfe Introvertierte besser mit temperamentvollen Menschen umgehen können:

  1. Redet miteinander.

Da ihr oft so unterschiedlich auf Situationen reagiert, müsst ihr lernen, euch zu verstehen, um aufeinander eingehen und Kompromisse finden zu können. Wenn beispielsweise eine:r von euch beiden gerne telefoniert und eine:r lange Telefonate hasst, dann solltet ihr im Voraus einen festen Termin ausmachen. Dabei könnt ihr außerdem festlegen, wer wen anruft.

  1. Verbringt eure gemeinsame Zeit mit Bedacht.

Wenn du das Gefühl hast, dass dir die gemeinsame Zeit mit einer quirligen Person Kraft raubt und dich müde macht, solltest du dir genug Zeit nehmen, um dich zu entspannen. Wenn ihr den Tag zusammen verbringt, solltest du dich nicht davor scheuen, um eine ruhige halbe Stunde zu bitten. In der Zeit gehst du (alleine oder zu zweit) spazieren oder nimmst ein Bad.

  1. Sei kompromissbereit bei euren Unternehmungen.

Eine ausgewogene Strategie könnt ihr nur finden, wenn ihr euch ehrlich über eure Gefühle austauscht. Erzählt euch, was euch glücklich macht und was euch verunsichert. Versucht dann einen guten Mittelweg zu finden. Vergiss nicht, dass sich Gegensätze anziehen. Wenn ihr Rücksicht aufeinander nehmt und einen Mittelweg findet, kann etwas Fantastisches entstehen.

  1. Lass dir in Gesprächen genug Zeit.

Bevor etwas Wichtiges besprochen wird, brauchen Introvertierte Zeit, um über das Thema nachzudenken. Extrovertierte Menschen denken hingegen oft chaotisch. Sie finden es außerdem leichter, ihre Gefühle und Impulse in Gesprächen zu verarbeiten. Da beide gleichberechtigt sind, ist es bei Diskussionen wichtig, dass die Bedürfnisse beider Seiten wahrgenommen werden.

Wir hoffen dir hat dieser Beitrag gefallen. Danke für’s Lesen und bleib gesund!

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