So kannst du deine negativen Denkmuster ändern✨

Elefantenführer in Indien beginnen das Training mit dem Anketten eines Beines vom Elefanten.  Mit der Zeit benutzt er eine immer dünnere Kette, bis irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem nur noch eine dünne Schnur nötig ist, um den Elefanten zu halten. Jedoch ist es nicht die Schnur, die das massive Tier zurückhält, sondern es ist sein Versand. Wie die Schnur des Elefanten, kann der Verstand dich festhalten und dich in vielen Bereichen deines Lebens zurückhalten. Doch das muss er nicht. 

Du kannst deinen Verstand dazu bringen, für dich, anstatt gegen dich, zu arbeiten. Du musst deine negativen Denkmuster erkennen, und sie umkehren.

Die Priorität deines Gehirns ist das Überleben, und nicht das Glücklichsein. Das Gehirn ist so gebaut, dass es sich mehr auf schlechte schlechte Erfahrungen konzentriert als auf positive. Dieses Verhalten half unseren Vorfahren zu überleben, und war tatsächlich ein evolutionärer Vorteil, da so Gefahren vermieden wurden. Dieser Negativitäts-Bias ist auch heute noch in deinem Gehirn aktiv. Es kann deinem eigenen Glück im Weg stehen, deinen Stresspegel enorm erhöhen und allgemein deiner Gesundheit schaden. 

Jeder einzelne erlebt die W e l t auf seine eigene Weise. Dein Gehirn fügt nämlich immer seine subjektive Färbung hinzu, wenn es den eingehenden Reizen eine Bedeutung gibt. Diese hinzugefügte Farbe wird von deiner physischen Gehirnfunktion, deinen Einstellungen und Erinnerungen über andere und dir selbst, bestimmt. Diese sind durch Lebenserfahrungen, Familie, Schule und Religion geprägt.

Das gesammelte Material ist zum größten Teil n e g a t i v, da dein Gehirn das Schlechte festhält, um daraus zu lernen und dich in der Zukunft zu schützen. Dieser negative mentale Filter befindet sich normalerweise unterhalb deines Bewusstseins. Jedoch beeinflusst es, wie du auf dein Umfeld reagierst, in Beziehungen handelst und was du über dich selbst denkst. Mit anderen Worten: Es erschafft deine eigene Realität.

Negatives Denken wird in deinem Gehirn verankert 

Durch einen Prozess namens Neuroplastizität werden gewohnheitsmäßige negative Denkmuster zu physischen neuronalen Merkmalen in deinem Gehirn. 

Chronischer Stress wegen Kleinigkeiten, führt dazu, dass dein Gehirn Verbindungen herstellt und verstärkt, die es reaktiv und einen ängstlich machen. Du verstärkst diese Art von Denken, wenn du in allen Situationen stets das Schlimmste erwartest und dich darauf einlässt. 

Wenn du dich also routinemäßig auf diese negativen Denkmuster einlässt, werden diese zu den Standardpfaden für deine Neuronen. Dies sind dann die Fäden, die du festhältst, und die dein Leben einschränken – genau wie den Elefanten. Resultierend befindest du dich in einer Abwärtsspirale aus Stress,  Angst, und Depression. Diese Spirale hält dein Gehirn in einer ständigen Rückkopplungsschleife aufrecht.

Die häufigsten Negativ-Denkfallen

Einige der häufigsten negativen Denkmuster, die du möglicherweise kennst: 

  • Schwarz-Weiß-Denken: „Ich mache nur etwas falsch, ich kann das gar nicht.“
  • Blick in die Kristallkugel: „Ich weiß, dass ich das sowieso nicht hinbekomme. Es hat keinen Sinn, es überhaupt zu versuchen.“
  • Beschimpfungen: „Wieso habe ich das gesagt? Ich bin so ein Idiot.“
  • Übergeneralisierung: „Diese Beziehung hat nicht geklappt, ich werde einfach niemals jemanden kennenlernen.“
  • Disqualifizierung des Positiven: „Ich bin vielleicht eine anständige Mutter, aber das kann jeder.“
  • Überreagieren: „Sie hat seit 3 Stunden nicht mehr auf meine Nachricht geantwortet. Sie hasst mich. Niemand kann mich leiden.“
  • Katastrophisieren: „Ich kann diese Rechnung nicht bezahlen. Dadurch wird meine Kreditwürdigkeit den Bach runtergehen und ich werde alles verlieren.“
  • Gedankenlesen: „Sie denken, ich bin langweilig. Ich weiß, dass sie Besseres zu tun haben, als mit mir rumzuhängen.“
  • Unrealistische Erwartungen: „Ich muss eine glatte Eins bekommen. Nichts anderes ist gut genug.“
  • Selbstvorwürfe: „Er sieht sauer aus. Das muss an mir liegen, ich habe was falsch gemacht.“

Wie man negative Denkmuster umkehrt

Der erste Schritt, um deine negativen Denkmuster umzukehren, besteht darin, sich diesen bewusst zu werden. Du wirst wahrscheinlich überrascht sein, wie oft du einige der oben aufgeführten Denkmuster anwendest. Achtsamkeit ist eine Möglichkeit, sich dieser Gedanken, Gefühle und Reaktionen bewusst zu werden. Du kannst deine Gedanken nicht kontrollieren, aber dir diesen bewusst werden, innehalten und entscheiden, was als nächstes passiert.

  • Hinterfrage dein Denken

Du musst dich von deinen Gedanken distanzieren und diese in Frage stellen. Analysiere sie dafür objektiv aus allen Blickwinkeln. Überlege dir, ob es wirklich das ist, was du denkst, oder eher ein ererbter Glaube aus deiner Vergangenheit. 

Lass dabei alle Handlungsstränge, die normalerweise in deinem Kopf ablaufen, und alle Emotionen, die du dabei fühlst, für eine Minute fallen. Probiere verschiedene Standpunkte aus und habe die Absicht, deinem Verstand Führung zu geben. Kontrolliere ihn, anstatt dass er dich kontrolliert.

  • Hilft der Gedanke oder schadet er?

Stelle dir die Frage: „Hilft mir dieser Gedanke oder schadet er mir?“

Meistens lautet die Antwort „Er schadet mir“. Wenn das der Fall ist, wähle bewusst einen positiven Gedanken. Es ist genauso einfach, sich Gedanken zu machen, die dir helfen, deine Ziele zu erreichen, wie solche, die dir nicht weiterhelfen. Du musst dir also deiner Gedanken bewusst werden, und dein Denken ändern.

Dein Gehirn schüttet Neurochemikalien aus und reagiert physisch auf deine Gedanken. Wenn du dir immer Dinge sagst wie „Die mögen mich nicht“ oder „Das war dumm“, was glaubst du, wie du mit dich mit dieser Denkweise fühlst? Studien zeigen, dass positive Selbstreflexion und Gedanken und das Aufrufen glücklicher Erinnerungen die Serotoninaktivität in deinem präfrontalen Kortex erhöhen.

  • Entscheide

Wenn du deine Gedanken achtsam untersucht hast, musst du bewusst entscheiden, wie du sein willst. Heißt was du glauben und denken möchtest und wie du dich verhalten willst. Halte dieses Bild stets im Vordergrund deines Geistes. 

Wichtig zu wissen ist, dass das Entscheiden keine einmalige Sache ist. Deine getroffenen Prioritäten, müssen in den kleinen täglichen Entscheidungen berücksichtigt werden und immer wieder überprüft werden, wenn sich die Dinge ändern und neue Informationen dazu kommen.

Vielen Dank fürs Lesen und bleib gesund!

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