Wie man das „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“-Syndrom ablegt

“If you have an important point to make, don’t try to be subtle or clever. Use a pile driver. Hit the point once. Then come back and hit it again. Then hit it a third time-a tremendous whack.”

– Winston Churchill

“There is no such thing as a worthless conversation, provided you know what to listen for. And questions are the breath of life for a conversation.”

– James Nathan Miller

Egal, ob es sich um Zwiegespräche im echten Leben, E-Mails oder Kommentare im Internet handelt, man stößt immer wieder auf ein Problem mit dem Menschen zu kämpfen habe: Mitten in der Konversation ist der Kopf leer und sie wissen nicht mehr, was sie sagen sollen.

Dadurch wird der Gesprächsfluss gestört, es kommt zu einer unsicheren Stimmung oder zu einem beklemmenden Schweigen. Wie kann man dieses Hindernis überwinden? In diesem Artikel findest du unsere Strategien gegen dieses Problem.


Wie kommt es überhaupt zu diesem Problem?

Zuerst möchten wir mögliche Gründe für diesen Zustand erläutern:

Zum einen könnte es sozusagen an mangelnder Vorbereitung liegen. Oft ist das damit verknüpft, dass man aus einer “anderen Welt” kommt. Beispielsweise könntest du während einer Fußball-Weltmeisterschaft mit Freunden zum Public Viewing gehen, obwohl du dich kaum mit Fußball auskennst. In Gesprächen wirst du schnell feststellen, dass du nicht das Gefühl hast, dem Thema etwas Gehaltvolles beifügen zu können.

Der Hauptgrund für die eigene Ratlosigkeit ist aber, dass man den Druck verspürt, das “Richtige” sagen zu müssen.

Das kann einen verunsichern, denn man will nichts Dummes oder Unsensibles sagen. Möglicherweise will man das Gegenüber auch beeindrucken und ist deshalb auf die richtige Wortwahl erpicht.


Unsere 6 Tipps: 

1. Sei neugierig.

Wenn es einem mental nicht gut geht, verschließt man sich oft vor der Außenwelt. Man kapselt sich von der Außenwelt ab und errichtet Schutzmauern, die einen von Einflüssen abschotten. Neugier ist dagegen ein Gefühl, dass von Vorfreude und Motivation geprägt ist. Neugier macht einen offen für neue Dinge. Diese Mischung aus Empfänglichkeit und Enthusiasmus lässt dich mehr Freude empfinden, anstatt dass du von Ängsten und Anspannung geplagt wirst.

Also sei neugierig. Du solltest aber aufpassen, dass das nicht dazu führt, dass du Gesprächspartner:innen mit Fragen bombardierst. Achte darauf, dass du selbst genug zu dem Thema beiträgst. 

2. Denk nicht zu viel nach.

Wenn man sehr viel nachdenkt, richtet man seine Aufmerksamkeit nach innen. Man überinterpretiert eigene Gefühle, stellt sich in Frage und entwickelt Ängste vor der Zukunft. Das viele Grübeln führt zu einem Überangebot an Optionen, doch man bleibt in der Auswahl stecken und bringt schließlich nichts Vernünftiges heraus.

Wenn du deine Aufmerksamkeit auf die Gegenwart richtest, fokussierst du dich wieder auf die Außenwelt. Du erlebst wieder besser, was Menschen zu dir sagen, nimmst Nuancen des Gesprächs und der Mimik wahr. In dieser Verfassung solltest du während jedem Gespräch verweilen. So kannst du dich wieder besser mit Familie und Freunden unterhalten.

Doch wie erreicht man diesen, für Gespräche optimalen, Zustand?

  • Atmen und Beobachten.

Die einfachste Methode, um mit voller Aufmerksamkeit im aktuellen Augenblick zu stehen, ist, sich auf seine Atmung zu konzentrieren und eine Minute lang alle Sinne zu nutzen, um die Umgebung wahrzunehmen.

  • Gehe eine Verbindung ein.

Vor einem Gespräch oder einem Meeting solltest du dich nicht durch Zweifel verrückt machen lassen. Stell dir stattdessen vor, dass du eine wertvolle Bindung zu den Teilnehmenden eingehen wirst. Wie schaffst du das? Stell dir vor dem Termin einfach vor, dass du mit einem guten Freund verabredet bist. Das führt dazu, dass sich auf ganz natürliche Weise die eigene Stimmung aufhellt. Man wird optimistisch und entspannt. Mit guter Laune gerät die Konversation nur selten ins Stocken, ohne dass man viel darüber nachdenken muss.

Wenn du das nächste Mal nervös und gestresst bist, kannst du beide genannten Strategien kombinieren, um dich in die gewünschte mentale Verfassung zu versetzen. Wenn man direkt von großer Anspannung zu einer mentalen Verbindung kommen will, kann das für den Anfang zu viel sein.

3. Du musst nicht perfekt sein.

Führe dir vor Augen, dass du nicht immer den perfekten Satz parat haben musst. Es gibt niemanden, der das von dir erwartet, außer vielleicht dir selbst. So eine übertriebene Erwartungshaltung bringt dich nur in eine negative Stimmung. Es kann zu einem gewissen Leistungsdruck kommen, der dich hemmt. Im Endeffekt bist du mental ganz starr und weißt nicht, was du als Nächstes sagen sollst.

4. Assoziationen.

Finde einen Aspekt des aktuellen Themas, um zu einem anderen überzugehen. Durch solche Assoziationsketten kannst du von der Werbung über Angelköder zu einer privaten Geschichte über deinen Onkel und dich kommen, als ihr einmal beim Angeln in einem Boot ohne Treibstoff festsaßt. Anschließend kannst du dich mit dem Gegenüber über familiäre Geschichten oder den weltweiten Ölkonflikt unterhalten. Du kannst auch deine Umgebung einbeziehen, um Ideen für Gesprächsthemen zu erhalten.

5. Vorbereitung.

Die genannten Tipps sollen dir in akuten Situationen helfen, doch für den Fall, dass das nicht hilft, solltest du dich vorbereiten und immer ein paar Themen in der Hinterhand haben.

  • Die Person, mit der du dich unterhältst. Hier hilft dir wieder die Neugierde weiter, denn Menschen erzählen gerne von sich.
  • Leidenschaften. Menschen reagieren immer gut auf positive Emotionen und wollen gerne wissen, wie die andere Person drauf ist.
  • Small-Talk und die Nachrichten. Es ist immer gut, sich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt auszutauschen.

6. Folge deiner Intuition.

Dieser Ratschlag ist eher langfristig gedacht. Wenn man das aber schafft, so macht es nicht nur Gespräche, sondern so ziemlich alles in deinem Leben einfacher. Wenn deine Gedanken und taten nicht harmonieren, dann wirst du unzufrieden mit dir selbst sein. Du wirst von dir enttäuscht sein, was sich negativ auf deinen Selbstwert auswirkt.

Wenn du stattdessen deinem moralischen Kompass folgst, so oft es möglich ist, dann wirst du mit dir selbst im Reinen sein und denken, dass du deine Erfolge verdienst. Zudem wird dein Wunsch, andere zu beeindrucken, deutlich annehmen. Du wirst dich lebendig und selbstbewusst fühlen. Diese Veränderung wirst du zu jedem Zeitpunkt spüren.

Wir hoffen, dich konnte dieser Artikel inspirieren. Danke für’s Lesen und bleib gesund!

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