Wie wird man sich selbst bewusster?

Eigenwahrnehmung und Selbsterkenntnis heißt, dass man sich seines Wesens in Hinblick auf Gedanken und Überzeugungen, Stärken und Schwächen sowie der eigenen Gefühle und Beweggründe, bewusst ist.

Wenn man sich seiner selbst bewusst ist, ist es leichter auf andere Menschen einzugehen und sie zu verstehen und selbst zu verstehen, wie man auf andere Menschen wirkt. Während man diese Kompetenzen entwickelt, werden sich die eigenen Gedanken und Perspektiven ein Stück weit wandeln. Im Zuge dessen ändert sich auch die Gefühlswelt und die emotionale Intelligenz steigt, was entscheidend für den Gesamterfolg ist.

Du kannst erkennen, auf welchem Weg dich deine Gedanken und Gefühle bringen und den Weg dementsprechend steuern. Sobald du deine Gedanken, Gefühle und Taten verstanden hast, kannst du den Weg in eine gewünschte Zukunft beschreiten.

Was erwartet dich in diesem Beitrag?

In diesem Beitrag wird zunächst darauf eingegangen, was Selbsterkenntnis und Eigenwahrnehmung eigentlich ist. Danach werden acht bestimmte Handlungsweisen vorgestellt, mit denen du täglich an deiner Eigenwahrnehmung arbeiten kannst. Wenn du dein Leben verbessern möchtest, solltest du weiterlesen, um mehr über dieses wirkungsvolle Konzept zu lernen, dass dir hilft, alle Herausforderungen zu meistern und aus jedem Fehler zu lernen.

Was bedeuten Eigenwahrnehmung und Selbsterkenntnis?

Duval und Wicklund haben sich 1972 erstmals theoretisch mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Es wird gesagt, dass wenn sich die Aufmerksamkeit nach innen richtet, man das momentane Handeln an seinem vollständigen Normen- und Wertekonstrukt misst. Dadurch wird eine eine objektive Selbsterkenntnis erlangt.

Klarer formuliert: Aus der Perspektive der persönlichen Entwicklung lässt sich Selbsterkenntnis am besten betrachten. Das heißt, dass ein tiefes Verständnis für die eigenen Werte, Beweggründe, Routinen, Stärken und Schwächen entsteht. Wer seine Schwächen akzeptiert, fokussiert sich auch automatisch auf mögliche Strategien zur Selbstverbesserung.

Wie hängen die Entwicklung positiver Angewohnheiten und Selbsterkenntnis zusammen? 

Selbsterkenntnis ist der wichtige erste Schritt, um das Heft des Handelns im eigenen Leben in die Hand zu nehmen. 

Wenn du dich deiner selbst bewusst bist, kannst du leichter sehen, wo dich deine Gefühle und Gedanken hinführen. Es wird dir auch leichter fallen, deine Handlungen zu kontrollieren und Veränderungen vorzunehmen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Man kann dafür entweder seine Persönlichkeit, seine Gefühle oder seine Handlungen beeinflussen. Solange das nicht getan ist, wird es schwer sein, entscheidende Änderungen zu bewirken.

Warum ist Selbsterkenntnis im Job wichtig?

Führungspositionen

Die Selbsterkenntnis ist die Basis für eine starke Persönlichkeit und für die Fähigkeit, mit Offenheit, Zielstrebigkeit, Vertrauen und Authentizität zu leiten. Selbsterkenntnis liefert die Gründe für Erfolge und Misserfolge und macht einem zugleich deutlich wer man ist, und was man von anderen benötigt, um ein starkes Team zu bilden. Führungskräfte haben dadurch auch das Können, mögliche Schwächen in einem Management zu erkennen und zu sehen, wo es noch einer Verbesserung bedarf.

Soziale Arbeit

Im sozialen Bereich ist die Eigenwahrnehmung von großer Bedeutung. Besonders in Bezug auf die Vorbereitung des Kontakts zu Klienten in ihrer individuellen Situation. Gute sozialarbeiterische Arbeit zu leisten ist eng mit der Selbsterkenntnis verknüpft. Diese kann auch durch Begegnung mit Kommilitonen, Professoren und Klienten gefördert werden, da man sich oft seiner Gefühle bewusst werden muss. Sozialarbeiter müssen sich über mögliche Vorurteile oder Vorannahmen, derer sie sich nicht befreien können, im Klaren sein, damit sie jeden Klienten gleich behandeln können.

Krankenpflege

Selbsterkenntnis ist ein wichtiges Werkzeug in der Beziehung von Patienten und Pflegepersonal. Eine Krankenschwester, die sich ihrer selbst bewusst ist, kann für ein wohltuendes Umfeld der Patienten sorgen. Deshalb wird empfohlen, dass Pflegeschüler Unterricht zur Entwicklung eines Selbstverständnisses erhalten sollen. Es wäre ebenfalls wünschenswert, dass Pflegekräfte nach der Ausbildung Unterstützung auf diesem Gebiet wahrnehmen können.

Bildung & Erziehung

Im Bildungs- und Erziehungswesen ist Selbsterkenntnis besonders wichtig, da sich Schüler dadurch besser auf das fokussieren können, was zu lernen wichtig ist. Die Fähigkeit, das eigene Denken zu reflektieren nimmt mit dem Alter zu. Wenn Lehrer sie beim Erlangen dieser Kompetenz unterstützen, werden die Schüler selbstständiger, spontaner und arbeiten effektiver.

Mit der Zeit können Schüler Entscheidungen besser abwägen und mehrere Optionen wahrnehmen, wenn die richtige Lösung nicht leicht zu finden ist. Wenn die Schüler ein Konzept oder eine Theorie nur schwer verstehen, kannst du auf reflexive Strategien zurückgreifen. Die Schüler lernen dadurch im Endeffekt auch, sich zu reflektieren und ihr emotionales und soziales Leben positiv zu beeinflussen.

Beratung

Die Eigenwahrnehmung ist eng mit dem therapeutischen Prozess der Beratung verbunden. Wenn man durch eine Auseinandersetzung mit einem Therapeuten ein besseres Verständnis von sich selbst erlangt, begünstigt das die Selbsterkenntnis.

Generell geht es bei Beratung darum, sich selbst zu entdecken, eigene Verhaltens- und Denkmuster zu beobachten und zu verstehen. Die eigenen Gedanken und Gefühle zu analysieren hilft dabei, sich selbst zu verstehen. Wenn man zusätzlich die Unterstützung eines Beraters hat, fördert das die objektive Sicht auf das Thema.

Wie kann ich mein ganzes Leben lang die Selbsterkenntnis fördern?

1. Schreibe Tagebuch.

Du kannst alles in dein Tagebuch schreiben, egal, ob es dabei um persönliche Ziele geht oder nicht. Wenn du deine Gedanken zu Papier bringst, befreist du deinen Kopf von dieser Last, wodurch mehr Platz für Neues entsteht.

Nimm dir jeden Abend ein paar Minuten, um deine Gedanken und Gefühle, die dich am meisten beschäftigen sowie deine positiven und negativen Erlebnisse des Tages festzuhalten. Das wird dir ein gutes Gefühl geben.

2. Betrachte dich selbst objektiv.

Schreibe deine Beobachtungen auf, um dir klar zu machen, wie dein momentanes Verständnis von dir selbst ist. Du kannst dabei Dinge thematisieren, die du gut kannst oder die du noch verbessern möchtest. Das wichtigste dabei ist, zu verstehen, wie man selbst funktioniert, doch vergleiche dich dabei NICHT mit anderen.

Fordere andere dazu auf, dir ehrlich mitzuteilen, was sie über dich denken und welche Gefühle sie mit dir verbinden. Nimm dir diese Worte zu Herzen.

Frage dich, was du geschafft hast und worauf du immer noch stolz sein kannst.

3. Absolviere Persönlichkeits- und psychometrische Tests.

Führe diese Tests durch, um mehr über deine Eigenschaften in Erfahrung zu bringen. Die beliebtesten Tests, die die Selbsterkenntnis verbessern sollen, sind der Predictive Index und der Myers-Briggs-Test.

Bei diesen Tests gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Dafür müssen Teilnehmer über mehrere Charakterzüge und Merkmale nachdenken, die sie im Vergleich zu anderen Menschen treffend beschreiben.

4. Schreibe dir deine Pläne, Ziele und Prioritäten auf.

Setze dir auf dem Weg zu deinen großen Zielen mehrere kleine Zwischenziele, die du erreichen musst, damit du Schritt für Schritt vorankommst und immer einen klaren Fortschritt siehst.

5. Reflektiere dich selbst jeden Tag.

Um Selbsterkenntnis zu erreichen, führt kein Weg an Selbstreflexion vorbei. Im Optimalfall sollte man sich dafür jeden Tag etwas Zeit nehmen, wobei man sich als Mensch und Führungskraft betrachtet. Diese Praxis ist ein hervorragendes Mittel, um sich selbst zu verbessern.

Da die Selbstreflexion etwas dauert, sollte man täglich 15 Minuten dafür reservieren. Am besten wirkt Selbstreflexion, wenn man die eigenen Gedanken aufschreibt, beispielsweise in ein Tagebuch. Ebenfalls wichtig ist ein sicherer Rückzugsort, an dem sich die Gedanken frei entfalten können.

6. Meditiere und praktiziere weitere Achtsamkeitsübungen.

Durch Meditation verbessert man sein achtbares Bewusstsein. Ein Großteil aller Meditationsarten beschäftigt sich mit der Atmung, doch man kann auch ganz informelle Übungen durchführen. Man kann auch durch regelmäßige Reflexion zu mentaler Klarheit gelangen.

Während der Meditation kannst du innehalten und dir ein paar bestimmte Fragen durch den Kopf gehen lassen.

  • Was ist dein Ziel?
  • Welche deiner Taten funktionieren?
  • Wie kannst deine Strategien verbessern?
  • Welche deiner Handlungen behindern deinen Erfolg?

Eine der verbreitetsten Meditationsformen ist die Erledigung alltäglicher Aufgaben, durch die man therapeutische Gelassenheit erlangt und den Moment als solchen wahrnehmen kann. Dazu zählen unter anderem Joggen, Geschirrspülen oder der tägliche Gang mit dem Hund. 

7. Fordere enge Freunde dazu auf, dich zu beschreiben.

Woher soll man zweifelsfrei wissen, was andere Menschen über einen denken? Wir müssen auf die Worte unserer Wegbegleiter hören und sie um eine ehrliche Rückmeldung bitten. Lass es deine Freunde wissen, wenn du ehrliche, kritische und objektive Sichtweisen kennenlernen willst. Sorge dafür, dass sich deine Freunde in einer solchen Situation sicher fühlen und keine Angst vor falschen Worten haben. 

Vermittle deinen Freunden, dass sie dich damit nicht verletzen, sondern dir helfen. Stelle auch Fragen, wenn du einen angesprochenen Punkt nicht verstanden hast. Du kannst deine Freunde auch bitten, dich auf schlechte Angewohnheiten und Ticks hinzuweisen. 

8. Hole dir Feedback bei der Arbeit.

Du solltest nicht nur Familie und Freunde um Rat fragen, sondern auch bei der Arbeit um professionelle Rückmeldung bitten. Wenn es in deinem Betrieb dafür keine vorgesehene Methode gibt, versuche eine zu etablieren. Wenn ein formalisiertes Feedback konstruktiv und umfassend ist, kann es der betreffenden Person bei der Reflexion der eigenen Stärken und Schwächen helfen.

Um ein wirkungsvolles System einzurichten, braucht man einen passenden Prozess und einen effektiven Manager. Sobald man Feedback erhalten hat, ist es wichtig, darüber nachzudenken, indem man aufschreibt, was man daraus mitnehmen kann. Halte alle Stärken und Schwächen fest, derer du dir vielleicht nicht bewusst warst und die dich überraschen.

Abschließende Gedanken zu Eigenwahrnehmung und Selbsterkenntnis

Hoffentlich konntest du durch diesen Artikel lernen, was Selbsterkenntnis eigentlich ist. Es ist nicht einfach, dieses Level der Selbstbeobachtung zu erreichen. Viele Menschen können aus Furcht nicht ehrlich mit ihren Stärken, Schwächen und mit Hindernissen in ihrem Leben sein. Doch wenn du die acht beschriebenen Strategien in diesem Beitrag umsetzt, dann wirst du dich selbst auf eine Art wahrnehmen, die zu deiner psychischen Gesundheit beiträgt.

Wir hoffen, dich hat der Artikel inspiriert und motiviert! Bleib gesund, deine diefaktenseite 🙂

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