10 interessante Fakten über Schach

Schach – das Spiel der genialen Denker und Strategen wurde selbst vom Schachspieler Garry Kasparov als „mentale Folter“ empfunden. Beim Schach gibt es unglaublich viele Strategien und Wege das Spiel für sich zu entscheiden, was für die meisten die Faszination daran ist. Andere wiederum schreckt das eher ab, da es für Einsteiger erstmal ziemlich kompliziert zu sein scheint. Daher folgen nun zehn interessante Fakten zum Schachspielen, die vielleicht doch noch dein Interesse an diesem Spiel wecken.

1. Die Ursprünge

Seinen Ursprung hat das Schachspiel wahrscheinlich im Gupta-Reich in Indien und wurde ab dem 9. Jahrhundert auch vermehrt in Europa und westlichen Kulturen gespielt. Damals war das Regelwerk aber noch ein ganz anderes. Die Regeln wurden nach und nach verändert und angepasst und es kamen ständig neue hinzu. Beispielsweise wurde 1280  in Spanien die Regelung hinzugefügt, dass Bauern nur zwei Felder vorrücken können.

2. Die Schachmaschine

Der ungarischer Erfinder Wolfgang von Kempelen entwickelte 1770 eine automatische Schachmaschine und nannte sie den “Türken”. Der “Türke” war in der Lage Figuren zu verschieben und konnte sogar zwischen mehreren Gesichtsausdrücken wechseln. 

3. Das Narrenmatt

Das schnellstmögliche Schachmatt ist bekannt als das sogenannte Narrenmatt. Dabei wird ein Spieler in zwei Zügen Schachmatt gesetzt. Das passiert allerdings so gut wie nie. Der Spieler müsste dafür sehr unerfahren und ungeschickt agieren, also wie ein Narr – daher auch der Name Narrenmatt.

4. Die Dame – Die stärkste Figur

Die Dame wurde in der Geschichte des Schachspiels oft das Ziel von Regelwerksänderungen und Anpassungen. Zu Beginn konnte sie sich tatsächlich nur ein einziges Feld in diagonale Richtung bewegen, später kamen dann zwei weitere dazu. Am Anfang hieß sie Premierministerin oder auch Beraterin des Springers. Erst die Europäer gaben ihr den Namen Dame und machten sie gleichzeitig zur stärksten Figur im Schachfigurenensemble. 

5. Unglaublich viele verschiedene Möglichkeiten

Schach ist definitiv sehr vielseitig und kompliziert. Es existieren 400 verschiedene Stellungen, die schon nach nur einem Zug möglich sind. Und nach bereits drei Zügen von jedem Spieler steigt die Zahl auf unfassbare 9 Millionen Möglichkeiten. Anschließend steigen sie natürlich noch weiter in die Höhe, was den Spielern schier unendliche Positionierungsmöglichkeiten gibt.

6. Die Eröffnungsstrategie

Mit den unfassbar vielen Möglichkeiten und Varianten beim Schach entstand die sogenannte Eröffnungstheorie. Dabei geht es darum, wie ein Spiel am besten gestartet. Man kann dafür aus mehr als 1000 unterschiedlichen Eröffnungsstrategien wählen, wovon jede zusätzlich ihre eigenen Varianten hat. Man kann also für jeden Gegner und jede Situation die passende Taktik wählen.

7. Schachboxen

Beim Schachboxen spielen die Kontrahenten je eine Runde Schach und Boxen im Wechsel. Das sorgt für eine interessante Abwechslung für beide Sportarten.

8. Der Schachcomputer

IBM entwickelte mit dem Deep Blue den ersten Computer, der in der Lage war einen professionellen Schachspieler, in diesem Fall Gary Kasparov, in einer Partie Schach zu bezwingen. 2006 trat Deep Blue gegen den Weltmeister Vladimir Krammik an und war auch in diesem Duell siegreich. Insofern kann die künstliche Intelligenz beim Schach tatsächlich mit der menschlichen Intelligenz mithalten und diese sogar übertreffen.

9. Schach in Film und Fernsehen: Star Trek und Harry Potter

In der Star Trek Serie gewann Kirk 3 Partien 3D-Schach gegen Spock, was zum Kult wurde. Auch in den Harry Potter-Filmen kamen Schachfans auf ihre Kosten: Die Zauberer spielen dort auch Schach. Allerdings bewegen sich die Figuren von selbst und zerstören einander wenn sie sie geschlagen werden.

10. Zusammenklappbare Schachbretter

Im Jahr 1125 erfand ein Geistlicher ein Schachbrett, welches man einfach zusammenklappen und so leichter transportiert konnte. Heute erfreuen sich Spieler zum Beispiel auf Reisen noch daran. In diesem Fall hatte diese Erfindung jedoch einen ganz anderen Hintergedanken. Priester durften damals kein Schach spielen, da die Kirche es ihnen verboten hatte. Kurzerhand entwickelte der sich ungerecht behandelt fühlende Priester also ein Schachbrett, das sich zusammenklappen ließ, um es zu tarnen. Er hatte eine sehr clevere Idee, wie er das Schachbrett vor fremden Augen verbergen konnte: wenn er es zuklappte, sah es aus wie zwei Bücher, die aufeinanderliegend zusammengehalten werden. So konnte er sein verbotenes Hobby weiter ausleben, ohne dabei erwischt zu werden. Ob er wirklich nie mitten im Schachspiel ertappt wurde oder ob er vielleicht von einem besiegten und daher gekränkten Priesterkollegen verraten wurde ist leider nicht bekannt. Doch fest steht, dass er damals eine wirklich praktische Sache erfand.

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