31 Vorteile von Dankbarkeit: Der ultimativ wissenschaftlich fundierte Leitfaden

Du willst mehr aus deinem Leben machen? Du möchtest glücklicher sein? Produktiver? Gesünder leben? Tiefere Bindungen eingehen? Was wäre, wenn ich dir sage, dass man nur durch eine Sache all das verbessern kann? Eine Haltung der Dankbarkeit

Doch was ist eigentlich Dankbarkeit?

Dankbarkeit heißt lediglich, dass man sich Zeit nimmt, um über alle guten Dinge im eigenen Leben nachzudenken. Es ist zwar auch gut, seine Dankbarkeit gegenüber anderen zum Ausdruck zu bringen, aber nicht unbedingt erforderlich. Wichtig ist es, weniger über Negatives nachzudenken. Es wird oft darüber gesprochen, wie man glücklich wird. Dankbarkeit als Mittel kommt diesbezüglich nur selten zur Geltung. Doch Studien zufolge, ist sie der beste Weg zum eigenen Glück. Eine dankbare Einstellung zu entwickeln kostet nichts und dauert auch nicht lange. Dafür ist der daraus entstehende Nutzen umso größer. Untersuchungen haben ergeben, dass Dankbarkeit sieben Vorteile haben kann.

Forschungen zu positiver Psychologie führten zu dem Ergebnis, dass Dankbarkeit einige Lebensbereiche betrifft. Sie hat Einfluss auf die Persönlichkeit, auf den beruflichen Werdegang, auf die Gesundheit, das innere Gefühlsleben sowie soziale Interaktion/ Beziehungen. Durch Verbesserung jedes einzelnen Aspektes, steigert sich die Zufriedenheit.

Dieser Artikel über die Vorteile von Dankbarkeit wurde mit Hilfe der Ergebnisse von 50 Forschungsstudien geschrieben. Es soll ein detaillierter Überblick über 31 konkrete Vorteile von einer dankbaren Einstellung gegeben werden. Hinter den Behauptungen stehen wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen warum Dankbarkeit unser Glück so stark beeinflusst.

Kommen wir nun zur Sache…

1. Dankbarkeit macht uns glücklicher.

Täglich fünf Minuten etwas über Dankbarkeit zu lesen, kann dein Wohlbefinden langfristig um mehr als zehn Prozent erhöhen. Das ist die gleiche Prozentzahl, die durch eine Verdopplung des Gehalts erreicht wird! 

Doch wie lässt sich diese kurze Betätigung so genau messen? Dankbarkeit hat positive Einflüsse auf die Persönlichkeit, die berufliche Laufbahn, soziale Beziehungen, die eigene Gesundheit sowie Emotionen. Ein höheres Einkommen ist sicherlich toll, doch durch die hedonistische Anpassung an Lebensumstände gewöhnt man sich schnell daran und ist nicht mehr so zufrieden wie zu Beginn. 

Wie können fünf Minuten täglich so große Konsequenzen haben? Wenn man sich viel mit Dankbarkeit beschäftigt, erhöht sich automatisch die innerlich verankerte Dankbarkeit. Durch diese positive Spirale verstärkt sich dieses Gefühl immer mehr. Dadurch reichen sogar fünf Minuten pro Woche, um das Glück zu erhöhen. Der Effekt innerhalb dieser fünf Minuten ist zwar gering, doch die Nachwirkung ist umso stärker. Die ausgelöste dankbare Grundstimmung führt dazu, dass man häufiger dankbar ist. Die dann erlebte Dankbarkeit ist intensiver und bleibt länger. Darüber hinaus tritt das Gefühl der Dankbarkeit schneller und leichter auf. In fünf Worten – Dankbarkeit löst positive Rückkopplungsschleifen aus.

Hedonistische was? Der Glaube, dass ein besser dotierte Gehaltsscheck oder eine Beförderung stark zum eigenen Glück beiträgt. Dass das nicht der Wahrheit entspricht, liegt an der hedonistischen Anpassung. Lass uns mehr über die hedonistische Anpassung, und warum sie so eng mit Dankbarkeit und unserem Glück verbunden ist, erfahren:

Wenn Menschen oft einem Reiz ausgesetzt sind der Emotionen erzeugt, stumpfen diese Emotionen mit der Zeit ab. Einfacher gesagt: Wir gewöhnen uns an Dinge, die wir oft erleben. Man gewöhnt sich dabei nicht nur an positive, sondern auf an negative Erfahrungen. Menschen, die plötzlich mit einer Behinderung konfrontiert sind, gewöhnen sich mit der Zeit an die Umstände. Zu Beginn mag es ihnen schrecklich gehen, doch nach langer Zeit sind sie im Durchschnitt meist so glücklich wie gesunde Menschen. Durch die hedonistische Anpassung können Menschen große Widrigkeiten aushalten und stecken sich immer höhere Ziele. Sie hat aber auch Schattenseiten. Die positiven Dinge erscheinen normal und kleinere Unstimmigkeiten fallen vermehrt auf. Dadurch scheitern viele Ehen, da der Ehepartner (oder auch Arbeit, Haus, Auto, Kinder) nicht mehr besonders wirkt. Um das eigene Glück zu erhöhen, muss man der hedonistischen Anpassung ein Stück weit entgegenwirken. Dankbarkeit ist eine unserer stärksten Waffen, denn durch sie kann man sich auf die guten Dinge besinnen.

Warum wird der Prozess mit fortlaufender Zeit wirksamer? In allen relevanten Studien zeigte sich, dass Veränderungen Zeit brauchen. Der größte Nutzen der Dankbarkeit trat nach mehreren Monaten konsequenter Praxis auf. Dafür gibt es zwei Gründe:

Dankbarkeit ist eine Charaktereigenschaft. Manche Menschen haben eine dankbarere Grundhaltung als andere. Durch tägliches Üben kann sich die Persönlichkeit ein Stück weit verändern, doch das dauert.

– Dankbarkeit zu entwickeln ist eine Fähigkeit. Nach etwas drei Monaten häufiger Übung, kann man auf Abruf leicht Gefühle der Dankbarkeit spüren. Je länger man Zeit investiert, desto intensiver und länger treten diese Gefühle auf.

(Wenn du nach einem anderen Weg suchst, dein Leben zu verbessern, solltest du es mit Sport versuchen, insbesondere regelmäßiges Laufen ist zu empfehlen.)

2. Dankbarkeit ist gesund.

Bei diesem Punkt mögen zwar viele skeptisch sein, doch Dankbarkeit hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Forschungen haben ergeben, dass ein höheres Maß an Dankbarkeit den Schlaf verbessern, den Blutdruck senken und das Energielevel erhöhen kann. Darüber hinaus kann sie die Ausdauer erhöhen und Schmerzen lindern, sowie Krankheitssymptome reduzieren. Es besteht die Vermutung, dass Dankbarkeit sogar die Lebenserwartung um einige Monate oder sogar Jahre steigern kann. 

3. Dankbarkeit verstärkt unsere positiven Emotionen.

Durch Dankbarkeit wird die Erholung von Stress leichter, man empfindet weniger Neid und Missgunst, hat glücklichere Erinnerungen und erleichtert das Erleben positiver Gefühle.

4. Dankbarkeit stärkt unsere Persönlichkeit.

Die Persönlichkeit kann sich durch erhöhte Dankbarkeit auf lebensverändernde Weise wandeln.

5. Durch Dankbarkeit entstehen Menschen wie wir

Dankbarkeit macht uns freundlicher, vertrauensvoller und sozial kompetenter. Folglich findet man mehr Freunde und kann Beziehungen vertiefen. Auch auf die Ehe hat Dankbarkeit positive Effekte. Dass Dankbarkeit das soziale Kapital erhöht, ist durch Forschungen belegt. In zwei Studien mit insgesamt 243 Teilnehmern hatten die Personen, die um 10% dankbarer waren als der Durchschnitt, 17,5% mehr soziales Kapital. Dankbarkeit hilft bei der Pflege von Freundschaften und Beziehungen und hilft dabei, neue Leute kennenzulernen.

6. Dankbarkeit beflügelt unsere Karriere

Dankbarkeit optimiert die Entscheidungsfähigkeit und Produktivität. Als Manager fällt einem die Vernetzung mit potenziellen Mentoren und Schützlingen leichter, wodurch die Arbeit effektiver wird. Insgesamt können Karriereziele leichter in einem harmonischen Umfeld erreicht werden. Selbstverständlich sollte es auch Platz für Kritik und Selbstbezogenheit geben, doch heutzutage gibt es eher die Tendenz zur Übertreibung. Studien zufolge haben 65% der Amerikaner im letzten Jahr keine Anerkennung für ihre Arbeit erhalten. Ein wenig mehr Dankbarkeit am Arbeitsplatz würde allen helfen.

Im weiteren Verlauf beschäftigt sich der Artikel damit, inwiefern Dankbarkeit uns in den fünf Lebensbereichen Gesundheit, Beruf, Sozialleben, Persönlichkeit und Gefühlswelt weiterbringt. Wir wollen mit einem Blick auf die Persönlichkeitsentwicklung beginnen.

Wie Dankbarkeit die Persönlichkeit beeinflusst:

7. Dankbarkeit begünstigt Optimismus

Dankbarkeit und Optimismus hängen eng zusammen. Durch eine optimistische Grundhaltung wird man wiederum glücklicher und hat weniger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Optimismus verlängert das Leben erwiesenermaßen, was als Grund ausreichen sollte um sich täglich fünf Minuten aktiv mit Dankbarkeit auseinanderzusetzen.

Die Wissenschaft hinter Dankbarkeit und Optimismus

  • In einer Studie, in der die Probanden ein wöchentliches Tagebuch zu Dankbarkeit führten, stieg der Optimismus der Teilnehmer um 5%.
  • In einer weiteren Studie mit täglicher Buchführung, stieg der Optimismus der Leute sogar um 15%.
  • Die obigen Studien zeigen, dass Optimismus und Dankbarkeit nicht nur miteinander korrelieren, sondern dass beide in direktem Zusammenhang miteinander stehen.

Wie erhöht Dankbarkeit den Optimismus? Dankbarkeit ist gewissermaßen ein Akt der Konzentration auf alles Gute im Leben. Wenn wir in der Gegenwart mehr gute Dinge wahrnehmen erhöht sich automatisch der Glaube an das Potenzial der Zukunft. Der Zusammenhang liegt sogar darin, dass Menschen mit optimistischer Veranlagung biologisch gesehen sich eher auf das Gute als das Schlechte – also Dinge wie Einsamkeit, Angst und Enttäuschung – fokussieren, was das Grundprinzip von Dankbarkeit ist.

8. Dankbarkeit erhöht den Spiritualismus

Spiritualismus korreliert in hohem Maße mit Dankbarkeit. Je spiritueller du bist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du ein dankbarer Mensch bist.

Es gibt zwei Gründe für diese Verbindung von Dankbarkeit und Spiritualismus:

  • Spiritualität führt spontan zu dankbarem Verhalten
  • In fast allen Religionen wird Dankbarkeit als erstrebenswert betrachtet

Ich glaube, dass es auch umgekehrt funktioniert, also dass Dankbarkeit einer spirituellen Gesinnung zuträglich ist und man sich religiösen Wesen nahe fühlt.

Inwiefern veranlasst dankbares Verhalten zu Spiritualität? Spiritualität und Dankbarkeit haben gewisse damit verbundene Eigenschaften, die sich zu einem Großteil überschneiden. Beispielsweise ist es wahrscheinlicher, dass spirituelle Menschen eine starke Verbindung zu anderen empfinden und an Verbundenheit untereinander glauben.  Beides ist erforderlich, um Dankbarkeit empfinden zu können. Jemand der sehr auf sich fokussiert ist und wenig Verbindungen zu anderen verspürt, wird vermutlich weniger Dankbarkeit empfinden.

9. Dankbarkeit verringert Materialismus

Mehr zu wollen ist per se nicht schlecht. Das Problem des Materialismus ist, dass er den Wert eines Menschen geringer erscheinen lässt und dadurch Gefühle der Bindung und Dankbarkeit reduziert. Des Weiteren fördert Materialismus egoistische Verhaltensweisen und negative Emotionen, während die Fähigkeit, das Gute im Leben wertzuschätzen, gehemmt wird.

Warum aber hat der Materialismus einen schlechten Einfluss auf das innere Wohlbefinden und Zufriedenheit? Forschungen haben ergeben, dass ein Lebensstil, der sich auf Macht und Reichtum fokussiert, nur selten förderlich für Glück und Wohlbefinden ist. Freilich, die Verdoppelung des Einkommens macht nicht unglücklicher. Doch sind der erforderliche Aufwand und die erbrachten Opfer den höheren Lohn wirklich wert? Motivationsredner werden sagen, dass das es sich lohnen wird, doch ich teile diese Meinung nicht. Der Nachteil ist, dass die Glücksgefühle durch die hedonistische Anpassung schnell verblassen werden. Wenn man seine Energie nicht in die Karriere, sondern in Empathie, Dankbarkeit und die Stärkung seiner Beziehungen investiert, werden mit Sicherheit nachhaltige positive Veränderungen eintreten. In anderen Worten, materieller Erfolg kann eine dankbare Lebenseinstellung nicht aufwiegen.

Wie verringert Dankbarkeit den Materialismus? Materialismus hat in der Regel zwei Ursprünge: Unsicherheit und Vorbilder:

  • Menschen, deren psychologische Grundbedürfnisse durch mangelndes Selbstbewusstsein oder fehlende Unterstützung der Eltern nicht abgedeckt wurden, sind unsicher und häufiger materialistisch orientiert. Dankbarkeit hilft dabei, das Selbstvertrauen zu stärken. Dankbare Gefühle entstehen, wenn man wohlwollende Handlungen erfährt. Undankbare Menschen nehmen schlichtweg weniger wohlwollende Handlungen wahr, egal wie liebevoll das Umfeld ist. Dankbare Menschen nehmen schneller eine wohlwollende Umgebung wahr, wodurch das Gehirn schneller glaubt, dass man sich in einer unterstützenden Umgebung befindet, was wiederum Unsicherheiten und Materialismus entgegenwirkt.
  • Besonders in der westlichen Welt wird man tagtäglich mit materialistischen Idealen konfrontiert. Beginnend mit der materialistischen Werbung, über die eine Reichtum verherrlichende Starkultur, bis hin zu einer karriereorientierten Welt, die Macht und Reichtum als größten Ansporn darstellt. Dankbarkeit wirkt der Neigung entgegen, sich mit Menschen eines höheren Status zu vergleichen.

Macht Dankbarkeit faul? Sicherlich haben materialistisch geprägte Menschen eine höhere Bereitschaft, bedingungslos nach Reichtum zu streben. Dankbarkeit macht nicht faul, doch man wird vermutlich weniger Geld verdienen. Dein Fokus wird sich stattdessen zugunsten von Familie, Freunden und Freizeitaktivitäten verschieben. Und das ist eine gute Sache.

10. Dankbarkeit erhöht das Selbstwertgefühl.

Stell dir vor du würdest in einer Welt leben, in der dir niemand hilft, egal wie sehr du bittest und bettelst. Stell dir jetzt eine Welt vor, in der sich die Menschen ständig helfen, ohne auf einen Vorteil bedacht zu sein. In welcher Welt rechnest du mit einem höheren Selbstwert? Durch Dankbarkeit kann eine solche Welt entstehen.

Dankbarkeit schafft auf zwei verschiedene Arten eine selbstlose soziale Dynamik:

  • Durch Dankbarkeit erfährt Wohlwollen eine höhere Anerkennung. Eine Person mit großen Selbstzweifeln fehlt vielleicht das Verständnis für eine selbstlose Tat und vermutet eine gewünschte Gegenleistung dahinter. Einer dankbaren Person fällt es leichter, die Geste anzunehmen ohne Beweggründe neben der Güte und Freundlichkeit zu vermuten.
  • Viele Studien haben beobachtet, dass Menschen durch Dankbarkeit freundlicher und liebenswürdiger sind. Deshalb haben diese Menschen ein höheres soziales Kapital. Das heißt, dass sie empfänglicher für Unterstützung von anderen auf der Grundlage von Zuneigung sind.
  • Dankbarkeit verbessert das Wohlempfinden. Wenn jemand nichts Gutes tut, kann das sehr gut daran liegen, dass diese Person mit sich selbst nicht zufrieden ist. Etwas Gutes zu tun ist ein schöner Nebeneffekt von Dankbarkeit. Wenn man das verbindet, kann sich das Selbstvertrauen weiter steigern.

11. Dankbarkeit macht uns weniger egozentrisch.

Ehrlich gesagt bin ich ein egoistischer Idiot. Ich fühle mich zwar viel besser, seit ich mich auf Dankbarkeit konzentriere, doch einen Großteil meiner Zeit denke ich noch über mich selbst und viel zu selten über meine Mitmenschen nach. Ich rechne aber damit, dass sich das nach und nach ändern wird. Da ich aktiv an meiner Empathie und Dankbarkeit arbeite, verspüre ich immer öfter den Drang, andere zu unterstützen. Das liegt daran, dass der Kern der Dankbarkeit die Konzentration auf andere und ihre wohlwollenden Handlungen ist. Diesbezüglich kann es sinnvoller sein an der Dankbarkeit zu arbeiten als das eigene Selbstwertgefühl zu therapieren, denn dabei wird der Fokus wieder auf das Ich gelegt: Ich bin klug, ich bin schön, ich kann Erfolg haben, usw. Das kann zwar durchaus funktionieren, doch ein gegenteiliger Effekt ist genauso möglich wie narzisstische Ausprägungen.

Wie Dankbarkeit die Gesundheit beeinflusst

Dankbarkeit hat einen positiven Einfluss auf fünf Aspekte der eigenen Gesundheit. Dazu zählen Schlaf, das Energielevel, Bewegung, die allgemeine Gesundheit und ein längeres Leben.

Lass uns auf den Punkt kommen...

12. Dankbarkeit verbessert deinen Schlaf

Dankbarkeit verbessert und verlängert nicht nur die Schlafphasen, sondern verringert auch die Zeit die man zum Einschlafen benötigt. Dankbarkeit kann also gegen Schlafprobleme helfen. Der Schlüssel dafür sind die Gedanken, die einen beim Versuch einzuschlafen beschäftigen. Wenn es Sorgen bezüglich der Arbeit oder die Angst um einen geliebten Menschen sind, nimmt der Stresspegel im Körper zu. Das hält einen wach, man wacht früher auf und schläft weniger fest. Wenn man sich stattdessen mit Dingen beschäftigt, für die man dankbar ist, entspannt sich der Körper und man wird schneller einschlafen. Dankbarkeit ist sozusagen ein kostenloses Schlafmittel ohne Nebenwirkungen.

Werfen wir nun einen Blick auf die wissenschaftlichen Erklärungen zu diesem Geschehen. In einer Studie, an der 65 Menschen mit chronischen Schmerzen teilnahmen, berichteten die, die täglich etwas zu Dankbarkeit schrieben, dass sie eine halbe Stunde mehr schlafen konnten. In einer weiteren Studie mit 400 gesunden Probanden, schliefen die Personen mit einem besseren Ergebnis im Dankbarkeitstest deutlich besser. Sie berichteten von einer schnellen Einschlafzeit, längerem und tieferem Schlaf und weniger Problemen, tagsüber wach zu bleiben. Der Grund dafür ist nicht unbedingt, dass die dankbaren Menschen ein besseres Leben hatten. Es ist eine Frage der Persönlichkeit, wie mit Lebenssituationen umgegangen wird.

16. Dankbarkeit steigert die Bereitwilligkeit sich zu bewegen

In einer 11-wöchigen Studie mit 96 Teilnehmern führten diese ein wöchentliches Tagebuch zu Dankbarkeit. Es ergab sich, dass sie 40 Minuten mehr pro Woche trainierten als die Vergleichsgruppe. Andere Studien mit ähnlichem Aufbau konnten dieses Ergebnis nicht bestätigen, doch das liegt möglicherweise an dem verkürzten Zeitraum von ein bis drei Wochen. Möglicherweise war das Ergebnis aber auch Zufall. Mit der Zeit werden kommende Untersuchungen mehr Licht ins Dunkel bringen. Mich würde es nicht wundern, wenn die Dankbarkeit für die eigene Gesundheit zu mehr Bewegung verleitet.

15. Dankbarkeit erhöht dein Energielevel

Dankbarkeit hat eine hohe Korrelation mit Vitalität, so berichten dankbare Personen gehäuft über mentale und physische Vitalität.

Hier ein detaillierte Blick auf die Forschung zu Dankbarkeit und erhöhter Energie:

  • In einer Studie mit 238 Teilnehmenden wurde eine Korrelation von 0,46 zwischen Dankbarkeit und Vitalität festgestellt.
  • Eine weitere Studie mit 1662 Probanden ergab eine Korrelation von 0,38 zwischen den beiden Faktoren.
  • In dieser Studie wurden Verträglichkeit, wahrgenommene soziale Erwünschtheit, Neurotizismus und der Grad der Extrovertiertheit geprüft und berücksichtigt, wonach die Korrelation immer noch über 0,3 lag. Daraus folgt, dass sich Dankbarkeit und Vitalität gegenseitig stark bedingen, auch wenn man vereinende Charakterzüge wie Extrovertiertheit mit einbezieht.

Hier stellt sich die Frage, ob Henne oder Ei zuerst da war. Führt Dankbarkeit zu einem höheren Energielevel oder neigen Menschen mit mehr Energie dazu, mehr Dankbarkeit zu erfahren oder ist die Lösung eine andere?

Ich glaube die Begründung liegt in folgenden Punkten:

  • Durch Dankbarkeit verbessert sich das allgemeine Wohlbefinden, wodurch sich die Vitalität erhöht.
  • Menschen mit einem hohen Energieniveau haben oft ähnliche Eigenschaften wie sehr dankbare Mensche, beispielsweise ein hohes Maß an Zufriedenheit und Optimismus.

13. Dankbarkeit hält Sie von Arztbesuchen fern

Dankbarkeit ist ebenso wenig wie positives Denken ein Heilmittel gegen Krebs. Doch beides kann physiologische Funktionen stärken.

Positive Gefühle verbessern die Gesundheit. Dahinter stehen komplexe Verbindungen und Zusammenhänge, doch das Ergebnis ist relativ simpel: wenn man seine Gesundheit verbessern will, sollte man an seinem Verstand ansetzen. Dieser Gedanke leitet sich aus 137 Forschungsstudien ab. Dankbarkeit ist eine positive Emotion. Es gibt einige positive Auswirkungen von positiven Gefühlen auf die Gesundheit. Dazu zählen ein besseres Gesundheitsverhalten, eine Stärkung des Immunsystems, eine bessere Bewältigung von unheilbaren Krankheiten wie HIV, eine schnellere Genesung bei spezifischen Eingriffen, usw. Da Dankbarkeit positive Gefühle verursacht, trifft es darauf ebenso zu. Der aktuelle wissenschaftliche Stand bestätigt diese Aussage. Es wurde beobachtet, dass Menschen, die Dankbarkeitspraktiken anwenden, weniger Schmerz empfinden, weniger anfällig für psychische Erkrankungen sind, einen niedrigeren Blutdruck haben und allgemein seltener einen Arzt aufsuchen müssen.

Warum aber hat Dankbarkeit Einfluss auf die Gesundheit?

  • Dankbarkeit erhöht die Aufmerksamkeit bezüglich Gesundheitsrisiken und ermutigt zu Bewegung.
  • Dankbarkeit fördert die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems. Dadurch wird das Stressniveau reduziert, wodurch gesunde Körperfunktionen weniger beeinträchtigt werde (bspw. Schlaf, Immunsystem)

14. Dankbarkeit steigert die Lebenserwartung

Ich will ganz ehrlich sein. Ich kann diese Aussage nicht zweifelsfrei belegen. Dafür gibt es keine Studie. Es gibt aber viele Studien, durch die diese These sehr naheliegend und wahrscheinlich ist.

Studien haben gezeigt, dass optimistische Menschen etwas länger leben als pessimistische. Insgesamt sind es ein paar Jahre, was sich nicht nach allzu viel anhört, doch kurz vor dem Tod würde sich wohl jeder noch ein paar Jahre wünschen! Was wir außerdem wissen, ist, dass Dankbarkeit in engem Zusammenhang mit Optimismus steht. Die Formel ist also einfach: Dankbarkeit → Optimismus → ein paar Monate oder Jahre mehr auf dieser Welt. Ich bin überzeugt davon, dass in den nächsten zehn Jahren einige stichhaltige Argumente und Belege zu dieser These kommen, denn die Wissenschaft der positiven Psychologie ist aktuell auf dem Vormarsch.

Wie Dankbarkeit Emotionen beeinflusst:

Da Dankbarkeit ein Gefühl ist, ist die Vermutung naheliegend, dass sie andere Gefühle positiv beeinflusst. Dieser Abschnitt soll beleuchten, inwiefern Dankbarkeit gute Gefühle und Widerstandsfähigkeit erhöht sowie Erinnerungen idealisiert. Sie lässt Neid und Stress verblassen. Werfen wir einen Blick darauf, wie sich Dankbarkeit darauf auswirkt…

17. Dankbarkeit gibt einem ein gutes Gefühl. 

Überraschung! Dankbarkeit fühlt sich gut an!Allerdings bewertet nur jeder zweite in Europa Dankbarkeit als ein gutes und praktikables Gefühl. In Amerika ist es sogar nur jeder fünfte. Der Dankbarkeitsforscher Robert Emmons vertritt den Ansatz, dass Dankbarkeit Glück ist, welches man als durch die Freundlichkeit anderer verursacht sieht. Dankbarkeit macht als nicht nur glücklich, sie ist Glück.

Das ist keine Überraschung – wir idealisieren die Illusion der Selbstgenügsamkeit. Dankbarkeit, pfff! Dankbarkeit ist für schwache Menschen, oder nicht?

Nein, verdammt nochmal! Dankbarkeit fühlt sich gut an und in diesem Artikel wurde bereits erklärt, dass Dankbarkeit auch erfolgreich, stark und gesund macht. Fürchtest du dich davor, dir einzugestehen, dass Glück, Familie, Freunde und/oder Fremde dein Leben stark beeinflusst haben und es noch weiterhin tun werden? Früher war ich nicht nur unglücklicher, sondern auch schwächer. Man braucht Kraft, um zugeben zu können, dass man von anderen abhängig ist.

18. Dankbarkeit hilft uns wieder aufzustehen.

Jeder hat hin und wieder mit Einsamkeit, depressiven Phasen und Angstzuständen zu kämpfen. Manch mehr, manche weniger. Dankbarkeit kann einen nicht vollständig vor diesen Gefühlen bewahren, die zum Leben gehören und von denen man lernen kann. Menschen mit dankbarer Grundhaltung fällt es aber leichter, mit diesen Gefühlen umzugehen und sich davon zu erholen. Sie suchen außerdem eher Unterstützung bei anderen Menschen in schlechten Phasen, können von Stress geprägte Zeiten in positive Bahnen lenken und entwickeln seltener eine posttraumatische Belastungsstörung.

19. Dankbarkeit idealisiert unsere Erinnerungen.

Erinnerungen sind nicht immer gleich wie die Daten auf einer Festplatte. Unsere Erinnerungen können sich mit der Zeit auf viele unterschiedliche Arten verändern. Manche Dinge bleiben schlimmer oder kürzer im Gedächtnis als sie eigentlich waren, manche Menschen erscheinen im Nachhinein freundlicher oder uninteressanter und so weiter. Wenn man in der Gegenwart Dankbarkeit spürt, ist es wahrscheinlicher, dass schöne Erinnerungen in einem positiven Licht bleiben. Tatsächlich können sich dadurch auch neutrale und sogar negative Erinnerungen in positive verwandeln. In einer Studie hat eine dankbare Stimmung Menschen geholfen, mit schwierigen Erinnerungen abzuschließen. Dabei waren den Teilnehmern die positiven Aspekte der Erinnerungen meist präsenter, während negative und neutrale Punkte zum Teil in positive umgewandelt wurden.

Warum funktioniert unser Gedächtnis so? Den Grund dafür nennt man Kognitive Verzerrung. Auf Wikipedia ist dies ein systematisches Muster der Abweichung von der Norm oder der Rationalität in der Beurteilung. Jeder kreiert seine eigene subjektive soziale Realität aus der Wahrnehmung. Das Verhalten wird dabei nicht durch das objektiv Geschehene bestimmt, sondern durch die soziale Wirklichkeit eines Individuums. Dadurch führt die kognitive Verzerrung mitunter zu unlogischen Schlüssen, ungenauem Urteilsvermögen oder zu genereller Irrationalität.

20. Dankbarkeit reduziert Neid.

Ein klein wenig Neid oder Eifersucht ist menschlich und kann mit dem richtigen Zielobjekt sogar motivieren. Es kann zu harter Arbeit und zum Erreichen von Zielen ermutigen, um etwas zu erreichen was andere können. Zu viel Neid und Eifersucht wirkt sich jedoch schädlich aus, denn dadurch werden Unsicherheit, Minderwertigkeit, Misstrauen und Unzufriedenheit begünstigt.

Wie wird Neid durch Dankbarkeit verringert? Die Eigenschaften Neid und Dankbarkeit haben eine Korrelation von 0,39. An Tagen, an denen Menschen mehr Dankbarkeit empfinden, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie weniger Neid fühlen. Dieser Zusammenhang lässt sich damit erklären, dass Neid und Dankbarkeit weitgehend unvereinbar sind. Während bei Dankbarkeit Wohlwollen wahrgenommen wird, wird bei Neid Unzulänglichkeit wahrgenommen. Ähnlich wie Optimismus und Pessimismus schließen sich Wohlwollen und Unzulänglichkeit gegenseitig aus.

21. Dankbarkeit hilft uns bei der Entspannung.

Kaum etwas ist so entspannend wie positive Gefühle und Dankbarkeit.Vor ein paar Nächten konnte ich mich nicht entspannen, sondern war gestresst und mit Sorgen beschäftigt. Ich will nicht lügen: In der kurzen Zeit, in der ich es geschafft habe, mich auf Dankbarkeit zu konzentrieren wäre ich beinahe eingeschlafen, doch es ist nicht leicht dieses Gefühl festzuhalten! In dieser Nacht war es zu schwer – schließlich bin ich wieder aufgestanden. Gezielte Entspannungstechniken wie tiefes Einatmen sind vermutlich weniger wirksam als Dankbarkeit, doch die Übungen können deutlich leichter und zielgerichteter durchgeführt werden. Nimm Tee zum Vergleich. Eine oder zwei Tassen helfen zur Entspannung, doch nach der dritten oder vierten Tasse kommt der Harndrang. Vielleicht bin aber auch Ich selbst das Problem. Vielleicht fällt es dir leichter, dich mit Dankbarkeit zu beschäftigen.

Wie Dankbarkeit die soziale Interaktion beeinflusst:

22. Dankbarkeit macht freundlicher.

Viele Studien konnten belegen, dass Dankbarkeit das Sozialverhalten verbessert. Allein ein Tagebuch über Dankbarkeit zu führen genügt, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, anderen bei Problemen zu helfen oder zumindest Hilfe anzubieten.

Warum ist das so?

Es gibt vor allem zwei Gründe, warum Dankbarkeit Menschen freundlicher macht:

  • Einerseits fördert Dankbarkeit Vitalität und Zufriedenheit, was Beides eng mit dem Sozialverhalten verknüpft ist.
  • Andererseits kann durch Dankbarkeit Freundlichkeit besser wahrgenommen werden. Daraus folgt das Bedürfnis, sich für das Verhalten zu revanchieren. Ohne Dankbarkeit fällt die Hilfe einer anderen Person vielleicht nicht auf.

23. Dankbarkeit hilft deiner Ehe.

Erste Probleme in Ehen stellen sich oft ein, wenn die Leidenschaft langsam verschwindet und die Partner weniger dankbar für den jeweils anderen werden.Wissenschaftler haben Intuition und Erfahrungen von Menschen in Zahlen gefasst und daraus die “Nörgelquote” gebildet. Die als “Losada-Quote” bekannte Zahl wird gebildet, indem man die Gesamtzahl der positiven Äußerungen (Komplimente, Bestärkung, Wertschätzung) durch die Gesamtzahl der negativen Äußerungen (Zynismus, Abwertung) teilt.Wenn die Quote 0,9 unterschritt, also 11% mehr negative als positive Aussagen getätigt wurde, tendieren die Ehen dazu in Scheidung oder Trägheit zu resultieren. Die Ehen, die Bestand hatten und beidseitig als glücklich bezeichnet wurden, hatten eine Quote von 5,1 (als fünf positive Äußerungen á eine negative). Es kostet keine Mühe regelmäßig Dankbarkeit in einer Ehe zu praktizieren und die positiven Folgen machen es umso lohnenswerter. Man sollte seinem Ehepartner Dankbarkeit zeigen, denn umgekehrt wünscht man sich ebenso Anerkennung für die Dinge, die man tut.

Kann die Losada-Quote auf Korrelation oder Kausalität im Zusammenhang mit Ehe angewendet werden? Verändert das Maß an Positivität in einer Ehe tatsächlich die Dynamik der Beziehung oder repräsentiert es lediglich das vorhandene Glück oder den vorhandenen Konflikt? Was würde passieren, wenn man mehr Positivität “vortäuscht”? Hätte dies tatsächlich Einfluss auf die Dynamik einer Ehe oder würde man sich nur temporär besser fühlen ohne nachhaltige Veränderung?

Es gibt Gründe zur Annahme, dass beides zutrifft. Unser Tun und unsere Aussagen machen uns zu dem, was wir sind. Beispielsweise signalisiert ein Lächeln dem Gehirn Freude, auch wenn es nur gespielt ist. Die Wirkung ist dabei aber nicht besonders groß. Ich denke, dass die positiven Gefühle, die zum Gelingen einer Ehe beitragen, ehrlich aus dem Herzen kommen müssen. Mit dem nötigen Engagement kann das funktionieren. Schlussendlich sollte man sich nicht auf die Losada-Quote versteifen. Solange man drei oder vier positive Aussagen pro negative Äußerungen zählt, ist in der Regel alles in Ordnung.

24. Dankbarkeit lässt dich gut aussehen.

Während Undankbarkeit allgemein geringschätzend betrachtet wird, wird Dankbarkeit in den großen Religionen und den meisten modernen Kulturen als tugendhaft angesehen. Dankbarkeit macht zwar nicht sexy, doch die meisten Menschen werden dir dafür Respekt zollen. Dabei ist es wichtig, dass man Dankbarkeit nicht mit Verschuldung die man zu Recht meidet, verwechselt. Bei Verschuldung muss man erhaltene Gefälligkeiten ausgleichen, wenn man sie annimmt. Verschuldung ist ein negatives Gefühl. Darüber hinaus ist Dankbarkeit nicht mit Schwäche gleichzusetzen. Schwäche ist Unterwürfigkeit oder Schmeichelei. Dankbarkeit bedeutet, Freundlichkeit mit Dank anzuerkennen. Es erfordert Mut und Größe sich einzugestehen, dass man den Weg zur aktuellen Lebenslage nicht alleine geschafft hat, sondern die Hilfe anderer auch gebraucht hat. Deshalb ist Dankbarkeit vielleicht doch sexy. Aber nur vielleicht.

25. Dankbarkeit hilft einem, Freunde zu finden

Auf dem College hatte ich keine Schwierigkeiten damit, neue Freunde zu finden. Wenn ich immer noch in New York leben würde, wäre das wohl immer noch der Fall. Doch in einer ländlichen Gegend ist das deutlich schwieriger. Ich habe einen unkomplizierten Weg gefunden, um ein Gespräch zu beginnen, indem ich meine Dankbarkeit offen zeige: “Danke für den Kaffee, er war sehr lecker!”. *zwinker, zwinker* Upps, das ist der Satz, mit dem ich meine Barista anmache. Aber du verstehst, was ich sagen möchte.

26. Dankbarkeit stärkt freundschaftliche Bindungen.

Ich habe mir vor einer Weile die Zeit genommen, eine Freundin zu besuchen, worüber sie sehr dankbar war. Das hat sich gut angefühlt, denn ich fühlte mich geschätzt. Würde dir das nicht auch ein gutes Gefühl geben?

Wie Dankbarkeit die Karriere beeinflusst:

Im letzten Teil dieses Artikels soll thematisiert werden, inwiefern Dankbarkeit die berufliche Laufbahn positiv beeinflussen kann. Versuche zu berücksichtigen, dass die meisten der Punkte mit beruflichem Aufstieg im generellen Sinne zusammenhängen. Wenn dein Beruf sehr öffentlichkeitswirksam ist, könnten diese Aspekte von noch größerer Bedeutung sein.

27. Dankbarkeit hilft beim Netzwerken.

Viele Studien stellten eine Steigerung des Sozialverhaltens in Verbindung mit Dankbarkeit fest. Eine Studie beobachtete durch einen Vergleich, dass Menschen mit mehr Dankbarkeit mehr Sozialkapital entwickeln. Durch Dankbarkeit kann man leichter Wohltäter, Schützlinge oder Mentoren finden. Dankbare Menschen helfen eher anderen und bezahlen sie weiter. Doch ich nehme an, dass du eher die Unterstützung von Investoren und Mentoren möchtest, als selbst einer zu werden. Das ist auch sinnvoll, denn so erhöht sich die Erfolgsquote wesentlich. Die Basis ist simpel: wer dankbar ist, ist sozialer und hilft bereitwilliger. Doch man muss den Gedanken ein bisschen weiterdenken, denn jeder bittet einmal um Hilfe. Doch der Schlüssel zum Aufbau einer Beziehung ist Dankbarkeit.

Anders gefragt: Wieso sollte ein Mensch dir immer wieder helfen wollen? Es ist die Dankbarkeit, dass Erfahrung, Zeit und Ratschläge geschätzt werden. Mentoren werden sich daran erfreuen und dich noch lange unterstützen.

28. Dankbarkeit hilft dir, deine Ziele zu erreichen.

Es gibt eine Studie, in der die Teilnehmer ihre Ziele für die kommenden zwei Monate aufschreiben sollten. Ein Teil führte ein Tagebuch zur Dankbarkeit, der andere Teil nicht. Insgesamt berichteten die Tagebuch führenden über mehr Fortschritte bei ihren Zielen. Ein Ergebnis macht zwar noch keine Wissenschaft, doch man kann zumindest nicht behaupten, dass Dankbarkeit passiv und träge macht. Vermutlich bewirkt sie sogar das Gegenteil!

29. Dankbarkeit macht dich zu einem effektiveren Manager.

Für ein effektives Management ist eine große Bandbreite an Fähigkeiten erforderlich. Dabei verlässt Kritik nur allzu leicht die Lippen, während Dankbarkeit und Lob weniger Beachtung geschenkt wird. Wenn Lob aufrichtig, verhaltensorientiert und konkret geäußert wird, beeinflusst es Veränderungen wirksamer als Kritik. Studien belegen darüber hinaus, dass Kritik schnell demotiviert, während Dankbarkeit die Motivation stärkt. Kritik bleibt natürlich auch wichtig, da sie für mehr Klarheit in puncto Erwartungshaltung sorgt. Anders als man vermuten würde, verlieren wiederholte Danksagungen nicht ihre Wirkung, solange das Lob angebracht und sinnvoll dosiert ist. Die Leistung der Mitarbeiter wird in der Folge steigen. In unserer Kultur ist es oft nicht ganz leicht, Dankbarkeit zu zeigen. Eine dankbare Grundhaltung zu pflegen wird helfen. Ich konnte bei mir selbst erfahren was passiert, wenn man Untergebenen mit mehr Lob bzw. mehr Kritik begegnet. Die Mitarbeiter die mehr gelobt wurden, zeigten sich in der Arbeit mit mir enthusiastischer, kreativer und beide Seiten hatten mehr Spaß.

30. Dankbarkeit verbessert deine Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen.

Sich für etwas entscheiden zu müssen, kann sehr anstrengend und ermüdend sein. Sogar so ermüdend, dass unterbewusst die meisten Überlegungen automatisiert werden. Auch bei sehr einfachen Entscheidungen, z. B. wo man Essen geht, müssen viele Aspekte berücksichtigt werden: ob man einen weiten Weg zurücklegen würde, in welche Geschmacksrichtung es gehen sollte, wie viel Geld man zur Verfügung hat, wie viel Zeit man hat und vieles mehr. Es würde den Verstand überfordern, wenn man jede dieser Fragen einzeln klären würde. Bei vielschichtigen Entscheidungen, wie der Erstellung einer Diagnose wird dieser Vorgang erst richtig problematisch. In einer Studie gab man Ärzten eine Liste von Beschwerden eines fiktiven Patienten. Zusätzlich gab es die irreführende Information, dass der Patient zuvor die Diagnose Lupus erhalten hatte. Bei einer Hälfte wurde durch Anerkennung Dankbarkeit “provoziert”, der anderen Hälfte wurde keine Anerkennung entgegengebracht. Die Hälfte, die Dankbarkeit verspürte, wandte mehr Energie auf und betrachteten die Diagnose und die Möglichkeiten kritischer, während die andere Hälfte eher an der Diagnose festhielt. Die Studie zeigt, dass Dankbarkeit die Entscheidungsfähigkeit verbessert. Menschen mit dankbarer Grundhaltung finden von selbst Zeichen der Wertschätzung.

31. Dankbarkeit erhöht deine Produktivität

Unsichere Menschen sind oft mit Sorgen beschäftigt und haben deswegen weniger mentale Ressourcen, um sich zu konzentrieren. Selbstbewusste Menschen sind weniger abgelenkt und können sich somit besser fokussieren. Das betrifft sowohl bewusstes als auch unbewusstes Handeln. Einerseits können Sorgen einen geistig ablenken, andererseits kann aber auch das Unterbewusstsein Energie verbrauchen, um Bedenken und Sorgen zu unterdrücken. Da Dankbarkeit den Selbstwert steigert und Unsicherheiten bekämpft, hilft sie indirekt bei Konzentration und Produktivität. Dankbarkeit ist kein Wundermittel, doch sie wird viel zu wenig als Ressource zur Verbesserung des Glücks und der Lebenslage verwendet.

Abschließende Erinnerung…

Willst du trotzdem lernen, wie man sich täglich in Dankbarkeit übt? Wenn ja, solltest du das Buch “The 90-Day Gratitude Journal” lesen. Durch dieses Buch kannst du dir täglich Dankbarkeit aneignen und alle schönen Dinge in deinem Leben wiederentdecken.

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