Fakten zur DNA

DNA ist die Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure. Sie ist ein Molekül, das genetische Informationen kodiert und für die Steuerung der Entwicklung und der Funktionen in lebenden Organismen zuständig ist. Leichter gesagt: die DNA speichert Informationen über die genetisch bedingte Beschaffenheit eines Organismus. Diese Beschaffenheit wird von einer Generation an die folgende vererbt. Da die Theorie dahinter sehr komplex und mitunter schwer zu verstehen ist, werden unsere Fakten nicht zu detailliert sein.

Lieber halten wir es einfach und geben dir 25 spannende Fakten, bei denen du “Ach, wirklich” denken wirst. Lass uns beginnen!

1. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen sind in der menschlichen Entwicklung 510 DNA-Codes verschwunden.

2. Die DNA speichert alle Informationen, die für einen Organismus relevant sind. Trotz der hohen Anzahl der Informationen besteht die DNA aus nur vier Bausteinen. Diese lauten Adenin (A), Cytosin (C), Thymin (T) und Guanin (G).

3. Ein beängstigender Umstand ist, dass der menschliche Penis vor Jahrtausenden stachelig war. Der entsprechende DNA-Code existiert allerding schon lange nicht mehr in der menschlichen DNA. Vor 700.000 trennten sich der moderne Mensch und der Neandertaler von einem gemeinsamen Vorfahren, wobei die Menschen diesen Code verloren. Gut für uns! Stell dir vor, wie es Frauen gehen würde, wenn sie beim Sex von einem stacheligen Penis penetriert würden!

4. In jeder Zelle im menschlichen Körper ist DNA aufzufinden. Ein DNA-Strang ist in etwa 1,8 Meter lang, doch auf einen Raum von 0,09 Mikrometern komprimiert!

5. Es gibt Viren, die früher den Menschen infizierten, aber heute ein Teil der menschlichen DNA sind. Sogar 8% der DNA bestehen aus diesen Viren!

6. Wenn man nach Ähnlichkeiten zu wirbellosen Tieren sucht, so sind Schlammwürmer den Menschen bezüglich der DNA am nächsten, noch vor Tintenfischen oder Kakerlaken.

7. Die menschliche DNA ist der von Schimpansen äußerst ähnlich. Sie sind zu 94% bis 98% identisch. Was noch deutlich überraschender als das ist, ist dass die menschliche DNA und die von Bananen zu 50% identisch ist! Du hast richtig gelesen! BANANEN!

8. Friedrich Miescher entdeckte die DNA im Jahre 1869 als erster.

9. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie es zu Beschädigungen der DNA kommen kann. Zwei der Möglichkeiten sind Schäden durch das UV-Licht der Sonne sowie Transkriptionsfehler. Zum Glück sind die Schäden nicht irreversibel, sondern können durch bestimmte Mechanismen behoben würden. Es ist jedoch nicht immer möglich, einen Schaden reparieren. Diese bleibenden Schäden nennt man Mutationen. Wir tragen fast immer, gute wie schlechte, Mutationen in uns.

10. Ein schockierender Fakt ist, dass die DNA von Menschen und Kohl zu 40-50% identisch ist. Genau richtig, die Kohlköpfe, die wir essen! Die grünen, blättrigen Kohlköpfe!

11. Die DNA ist bei allen Menschen weltweit zu 99,9% gleich. Die Unterscheidung und Zuordnung der DNA-Sequenzen erfolgt durch die restlichen 0,1%.

12. Ein Gramm DNA kann eine beeindruckende Datenmenge von 700 Terabyte speichern!

13. Wenn jemand bei einem täglichen Pensum von acht Stunden am Tag und einer Geschwindigkeit von 60 Wörtern pro Minute das gesamte menschliche Genom aufschreiben würde, wäre die Person 50 Jahre lang beschäftigt!

14. Wenn man alle DNA-Moleküle eines Menschen extrahieren und aneinanderreihen würde, käme man auf eine Gesamtlänge von ungefähr 16 Milliarden Kilometern. Diese Strecke entspricht der verdoppelten Distanz zwischen Erde und Pluto.

15. DNA hat eine Halbwertszeit von 521 Jahren, was bedeutet, dass der älteste reproduzierbare Organismus höchstens zwei Millionen Jahre alt sein kann. Da die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren ausgestorben sind, ist es unmöglich sie durch klonen zu replizieren.

16. Im Zentrum der Milchstraße sind molekulare Vorläufer der DNA.

17. Für die Speicherung der weltweiten digitalen Informationen würde man lediglich zwei Gramm DNA benötigen.

18. In jeder Zelle des menschlichen Körpers wird die DNA täglich zwischen 1.000 und 1 Millionen Mal beschädigt. Glücklicherweise verfügt der menschliche Körper über einen raffinierten Reparaturmechanismus. Wenn dieses System nicht mehr funktioniert, führt es zu Zelltod oder Krebs.

19. Kolumbus war nicht der erste Mensch, der Amerika erreichte! Es gibt Beweise durch die DNA, dass die Polynesier bereits im 13. Jahrhundert in Amerika waren. Geschichten zufolge waren sie auch im siebten Jahrhundert erstmal in der Antarktis, die sie als “einen Ort bitterer Kälte, wo felsartige Strukturen aus einem festen Meer aufstiegen” beschrieben.

20. Noch lange nach der Entdeckung der DNA glaubte man, dass die genetische Information in Proteinen gespeichert wird. Erst 1943 erkannte man, dass die DNA dafür verantwortlich ist.

21. Unsere Erde wird von einem Speichergerät umkreist, das als “unsterblicher Antrieb” bekannt ist. Das Gerät enthält digitalisierte DNA-Sequenzen von Stephen Hawking, Lance Armstrong, Stephen Colbert und weiteren bedeutenden Persönlichkeiten. Es befindet sich an Bord einer internationalen Raumstation. Das Ziel ist dabei, die menschliche Rasse bei einer globalen Katastrophe erhalten zu können.

22. Ursprünglich gab es auf der Erde keine Phosphate. Erst durch den Einschlag von Meteoriten kam Phosphor auf die Erde, welches zu Phosphaten oxidierte. Dadurch wurde der Mechanismus geschaffen, der DNA und RNA erzeugt.

23. Bei einer Knochenmarktransplantation kann sich DNA vom Spender auf den Empfänger übertragen. In den meisten Fällen passiert das allerdings nicht.

24. Die DNA kann sich vervielfältigen und somit eine exakte Kopie von sich selbst anzufertigen. Dieser Prozess ist die Grundlage der Zellteilung.

25. Als Genom bezeichnet man die vollständige DNA-Sequenz eines Organismus. Schätzungsweise hat ein Genom drei Billionen DNA-Basen. Die Basen sind wiederum die bereits erwähnten vier Bausteine der DNA. Sie paaren sich zu genetischen Codes.

Das war es mit den ersten 25 spannenden Fakten zur DNA. Doch es ist noch nicht vorbei! Lies weiter und erfahre noch viel mehr interessante Fakten rund um die DNA!

45 weitere Fakten zur DNA

1. Ein Kind erhält von beiden Elternteilen jeweils genau 50% seines Genoms. Es ist zu beiden Elternteilen zu 95% ähnlich.

2. Der Chloroplast ist das einzige Zellorganell außer der DNA, das sich selbst repliziert.

3. Einige Wissenschaftler vermuten, dass die günstigen Rahmenbedingungen der Erde zu einer Entstehung der “Ursuppe” führten. Darin waren Bausteine, die miteinander verschmolzen und die erste Lebensform bildeten.

4. Zwillinge haben ein zu 100% gleiches Genom. Das von Geschwistern ist zu 98% identisch.

5. Die Phosphatgruppen in der DNA wurden bereits erwähnt. Aber wusstest du, dass die DNA wegen ihnen eine negative Ladung hat?

6. Durch die Doppelhelix-Struktur sieht die DNA aus wie eine verdrehte Leiter. Die Stufen der Leiter bestehen aus den Nukleotidbasenpaaren (Adenin-Thymin und Cytosin-Guanin). Die Seiten bestehen aus Desoxyribosezuckern, die durch Phosphodiesterbindungen miteinander verbunden werden.

7. Eine Theorie zum Ursprung der DNA besagt, dass sie eine Lebensform auf Meteoriten war, die auf der Erde einschlugen. Die Lebensformen begannen sich anzupassen und auf der Erde zu leben.

8. Die Stränge der Doppelhelix sind ungefähr 20 bis 26 Angström breit, während eine Nukleotideinheit nur 3,3 Angström breit ist.

9. In einem Kriminalfall, bei dem Juwelen gestohlen wurden, musste die Polizei den Verurteilten frei lassen, da er einen Zwilling hatte und beide die Tat bestritten. Die Polizei konnte deshalb niemanden belangen.

10. Der Entdecker der DNA, Friedrich Miescher, war der erste, der die DNA isolierte.

11. Durch die spiralförmige Verdrehung der beiden DNA-Stränge bilden sich zwei verschiedene Rillen. Einerseits gibt es die 22 Angström vom ersten Nukleotid entfernte Hauptrille, andererseits die nur zwölf Angström entfernte Nebenrille.

12. Miescher fand die DNA in Eiter, der auf chirurgischem Verbandsmüll war. Da sie sich im Zellkern befand, nannte er sie zunächst Nuklein.

13. Bei Lebewesen unterschiedlicher Art verändert sich das Verhältnis der Nukleotidbasen, innerhalb einer Spezies ist es jedoch immer gleich. Dieses Verhältnis begünstigt die Suche nach dem Ursprung der DNA.

14. Durch das Erhitzen zweier DNA-Stränge über 90 Grad Celsius kann man sie trennen. Diesen Vorgang nennt man Denaturierung, wodurch sich die Absorptionswellenlängen der DNA ändern.

15. Das menschliche Genom besteht aus 30.000 Genen und ist ungefähr so lang wie drei Billionen aneinandergereihte Briefe.

16. Die DNA ist für die Weitergabe von physischen und physiologischen Merkmalen von Generation zu Generation verantwortlich. Sie kann als Bauplan unseres Lebens bezeichnet werden.

17. Trotz des wissenschaftlichen Fortschritts ist die Herkunft der DNA noch immer ungeklärt.

18. Mitochondrien haben ihre eigene, sich selbst vervielfältigende DNA. Diese kann zur Bestimmung der mütterlichen Abstammung genutzt werden.

19. Die Authentizität von Lebensmitteln wie beispielsweise Kaviar oder Wein kann durch die Durchführung von DNA-Analysen festgestellt werden.

20. Das Humangenomprojekt verfolgte das Ziel, die gesamte Sequenz des menschlichen Genoms zu entschlüsseln. 2003 wurde es erfolgreich abgeschlossen.

21. Die Flecken bei Leoparden oder auch die Streifen bei Tigern sind permanent, unterscheiden sich in der Erscheinung aber von Individuum zu Individuum. Geparden allerdings sind nahezu identisch, da sich ihre DNA untereinander kaum unterscheidet.

22. DNA kann modifiziert werden. Dies wurde auch schon gemacht, so kreierten Wissenschaftler genetisch veränderte Mikroorganismen und Pflanzen.

23. Bdelloida entwickelten Fähigkeiten, den Prozess der extremen Austrocknung seit nunmehr neun Jahren zu überleben!

24. Das Humangenomprojekt fing im Jahre 1990 an und kostete 2,7 Milliarden US-Dollar.

25. Die Funktion der DNA, genetisches Material zu speichern, wurde von Wissenschaftlern erst 1943 entdeckt.

26. AncestryDNA® ist ein Test zur Ahnenforschung. Man kann dadurch erfahren, in welchem Teil der Welt die eigenen Vorfahren gelebt haben, wohin sie gegangen sind, warum sie gereist sind oder sich niedergelassen haben. Ist das nicht cool?

27. Bis auf Afrikaner stammen die Menschen von Neandertalern ab. Wenn du das nicht glaubst, kannst du es mit einem DNA-Test selbst herausfinden. Du wirst sehen, wie sehr du Neandertaler bist oder welche Gesundheitsprobleme dich vielleicht betreffen werden.

28. Genau 50 Jahre nach der Entdeckung der Struktur der DNA veröffentlichten Cruck und Watson die komplette menschliche Genomsequenz.

29. Bei dem Versuch eine Methode zu erfinden, die Informationen oder Nachrichten an nachfolgende intelligente Lebensformen weitergibt, bauten einige Wissenschaftler das Lied “It’s a small world after all” in das Genom eines Bakteriums ein.

30. DNA-Proben können unter anderem aus Urin, Blut, Speichel, Schweiß oder Haarfollikeln gewonnen werden.

31. Wenn ein Mensch alle Basen des menschlichen Genoms ohne Pause vortragen würde, bräuchte er dafür 52 Jahre!

32. Das Hornsleth-Tiefspeicherprojekt ist eine Initiative, die versucht eine Struktur mit genetischen Proben von Menschen, Tieren und Pflanzen im Marianengraben (Pazifischer Ozean) zu erhalten, um gefährdete Spezies wieder zum Leben erwecken zu können.

33. Bdelloida stellen eine Ordnung innerhalb der Rädertierchen dar. Sie leben im Wasser und sind seit mindestens 25 Millionen Jahren auf der Erde. Sie können fremde DNA absorbieren und haben dann die neuen Eigenschaften dieser DNA.

34. Die DNA ist das größte Makromolekül in einer Zelle. Hast du das gewusst?

35. Es gibt nur sehr wenige gesunde und fitte Geparden. Der Grund dafür ist, dass sie vor ungefähr 10.000 Jahren in einer Eiszeit fast ausstarben, wodurch sie zu Inzest gezwungen waren.

36. Nur 2% der DNA-Sequenzen kodieren für Proteine. Die restlichen 98% werden als Junk-DNA betrachtet.

37. Es ist möglich, Menschen zu klonen. Finanzielle Aspekte und die mangelnde ethische Vertretbarkeit haben die Forschung ein wenig zum Stillstand gebracht.

38. Vor 1943 war die Vermutung weit verbreitet, dass das genetische Material in Proteinen gespeichert wird.

39. Die menschliche DNA ähnelt der von Schimpansen zu 94-98%. Verwunderlich ist, dass sie zu der DNA der Neandertaler lediglich zu 1-4% identisch ist, denn selbst zu Mäusen (92%), Fruchtfliegen (51%) und Bakterien (18%) herrschen größere Übereinstimmungen.

40. Der häufigste DNA-Typ ist die B-DNA. Die Z-DNA ist der einzige linksbündige Typ hinsichtlich der Wicklungsrichtung der DNA-Stränge.

41. Das Schaf Dolly war das erste Lebewesen das geklont wurde. Man fügte dafür die DNA eines weiblichen Schafes in das Ei eines anderen weiblichen Schafes ein.

42. Aufgrund der im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Atomwaffen ist in der DNA von Menschen, die nach 1945 geboren wurden radioaktiver Kohlenstoff enthalten.

43. Eine Chimäre ist ein Organismus mit zwei Sätzen von Genen. Dies tritt auf, wenn einige befruchtete Eizellen während der Transplantation von Knochenmark oder einem Organ, oder aber während der Embryogenese miteinander verschmelzen.

44. Wie bei nicht voll ausgebildeten Organen weiß man nie, ob Wissenschaftler in Zukunft noch eine Funktion der DNA-Sequenzen finden, die wir heute noch als “Junk” bezeichnen.

45. Der Fakt, dass es fünf verschiedene Arten der DNA gibt, ist vielen nicht bekannt. Sie heißen A-DNA, B-DNA, C-DNA, D-DNA und Z-DNA.

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