Farbpsychologie: So beeinflussen dich unterschiedliche Farben

Ein Vorreiter der Farbpsychologie war der Psychologe Carl Jung. Er sah Farbe als ein wichtiges Hilfsmittel in der Psychotherapie. Er entdeckte, dass jeder Farbe bestimmte Bedeutungen und Gefühle assoziativ zugeordnet werden können. Zum Beispiel werden Dinge wie Intuition, Souveränität und Spiritualität zu Gold zugeordnet. Sogar in der Pharmazie werden bei der Herstellung von Medikamenten, die über den Placebo-Effekt funktionieren, bestimmte Farben verwendet. So werden Pillen, die den Schlaf fördern sollen blau und Stimulanzien rot gefärbt.

Der Psychologe Andrew J. Elliot stellte die Theorie auf, dass Menschen bestimmte Farbassoziationen haben wenn es darum geht, die physische Attraktivität für eine hypothetische romantische Beziehung einzuschätzen. Interessanterweise fühlen sich Männer in sozialen Situationen mehr zu Frauen die rot gekleidet sind hingezogen, als zu Frauen in anderen Farben. Frauen wiederum verwenden dieses Mittel für sich selbst, um Männer anzuziehen, fühlen sich jedoch nicht aufgrund von Kleidungsfarben zu Männern hingezogen.

In Glasgow führte die Installation von blauen Straßenlaternen im Jahr 2000 zu einer starken Reduktion der Kriminalitätsrate. Andere Gemeinden orientierten sich anschließend an diesem Modell.

In den USA hat jede Farbe bestimmte Grundbedeutungen, die allgemein anerkannt sind. Lies weiter, um die psychologischen Auswirkungen der jeweiligen Farbe in Erfahrung zu bringen!

In den Vereinigten Staaten hängen die Menschen jeder anderen Farbe oft bestimmte Grundbedeutungen an. Nachstehend finden Sie eine Liste verschiedener Farben und ihrer (US) allgemein akzeptierten psychologischen Auswirkungen bei Menschen:

Die Psychologie der Farben

Gelb

Während Gelb einerseits Eifersucht und Instabilität verkörpert, so steht es auch für Licht, Heiterkeit und Energie. Deshalb verbinden viele Leute mit dieser Farbe Freude, Glück, Kreativität und gute Zeiten.

Weiß

Im Hinblick auf positive Merkmale sind in Verbindung mit der Farbe Weiß Glückseligkeit, Glück, Unschuld, Sauberkeit und Frische zu nennen. Weiß steht allerdings auch für Kälte und Distanz.

Blau

Die Farbe Blau beeinflusst die persönliche Kompetenz. Mit ihr werden wichtige Dinge wie Frieden, Sicherheit, Vertrauen, Intellekt und Loyalität assoziiert. Des Weiteren steht Blau für Maskulinität. Auf der anderen Seite kann Blau Angst, Kälte und Depressionen repräsentieren.

Grün

Die Verbindung der Farbe Grün mit der Natur – und davon ausgehend mit Wachstum, Frische und Heilung – ist offensichtlich. Darüber hinaus steht Grün oft für einen guten Geschmack und hohe Qualität. Manchmal verbindet man diese Farbe auch mit Geld. Die negativen Assoziationen sind Schuld und Neid.

Rot

Rot kann ein Warnzeichen für Gefahr und Aggression sein. Diese Farbe kann Aufregung im positiven und negativen Sinne symbolisieren. Genauso wie Leidenschaft, Lust, Liebe, Energie, Stärke und Ausdauer.

Violett

Lila kann auf vielfältige Weise interpretiert werden. Neben der Verbindung mit Launenhaftigkeit, Mysterien und Fantasie, kann sie auch Hingabe, Tatkraft und Spiritualität verkörpern. Zudem steht sie im Zusammenhang mit Luxusartikeln und Königstümern.

Orange

Der einzige negative Aspekt von Orange in der Farbpsychologie ist die Verbindung mit Veralterung. Ansonsten ist es eine mit positiven Dingen konnotierte Farbe. So verbindet man Orange mit Tapferkeit, Geselligkeit, Selbstvertrauen und Erfolg.

Rosa

Dem Klischee nach ist Rosa die typische Mädchenfarbe. Sie wird oft mit Unreife und Schwäche, sowie mit Süße und Verspieltheit in Verbindung gebracht. Man darf dabei allerdings nicht vergessen, dass Rosa auch Aufrichtigkeit, Raffinesse und Mitgefühl darstellt.

Schwarz

Schwarz ist meist dramatisch behaftet. Diese Farbe wird zudem mit Formalität, Sicherheit und Klasse in Verbindung gebracht. Am Bekanntesten ist wohl die Symbolik in Trauer und Angst.

Braun

Durch die Farbe der Erde ist die Assoziation mit freier Natur und Langlebigkeit naheliegend. Zudem verkörpert Braun Strenge und Robustheit, aber auch Freundlichkeit.

Verwendung von Farben in Firmen oder Geschäften

Nehmen wir mal an, du bist wegen des anstehenden Vatertags auf der Suche nach einem Tennisschläger als Geschenk für deinen Vater. Du findest ein Geschäft mit einem rosanen und eines mit einem braunen Logo, welche beide das gewünschte Produkt in gleicher Qualität anbieten. Mit Sicherheit würdest du dich für das Geschäft mit dem braunen Logo entscheiden, denn die Symbolik der Robustheit passt viel besser zu dem Geschenk. Würdest du deine Mutter beschenken wollen, so würdest du dich vermutlich für das andere Geschäft entscheiden. So bedienen sich Geschäfte und Marken der Macht der Farben.

Selbstverständlich gibt es Ausnahmen von dieser Regel.

Firmen berücksichtigen Farbpsychologie nicht nur bei Logos, sondern auch bei Verpackungen und für das Design ihrer Geschäftsräume oder Verkaufsstellen. Abhängig von der Zielgruppe kann man zwei Farben kombinieren, die mehr oder weniger kontrastreich sind. Durch die Farben und was sie vermitteln, können potentielle Käufer angezogen werden, die dadurch bestimmte Vorstellungen haben.

Auch bei Produkten muss die farbliche Gestaltung regelmäßig angepasst werden, um sie auffälliger oder weniger auffällig zu machen. Wenn sich beispielsweise Trends oder Kaufverhalten der Konsumenten ändern, müssen gerade kleinere Unternehmen darauf reagieren. Größere Marken mit kaum anfechtbaren Stellungen können ihre Designs in der Regel beibehalten.

Wenn Käufer beispielsweise ein glänzendes, grünes Etikett mit einem Produkt verbinden, sollte man das Emblem nur in einem solchen Maße verändern, dass Konsumenten es noch erkennen können. Eine tiefgreifende Veränderung ist eher dann sinnvoll, wenn die Firma oder das Produkt sich wesentlich geändert hat.

Bei der Vermarktung von Produkten spielen Farben auch hinsichtlich der Namensgebung eine Rolle. So klänge beispielsweise der Name “Cherry Dazzle” für einen leuchtend roten Lippenstift deutlich besser als “Bright Red”. Dieser Farbname vermittelt ein attraktiveres und exotisches Bild, wodurch mehr Kunden angelockt werden.

Die farbliche Gestaltung eines Ladens kann auch seiner Attraktivität beitragen. Kunden werden zu Impulskäufen oder zum Betreten eines Geschäfts angeregt, wenn Eingangsbereich und Schaufenster mit warmen Farben gestaltet sind. Kühle Farben wiederum fördern Käufe von Artikeln, die wohlüberlegt sein müssen.

In der Lebensmittelindustrie treten Betreiber oft mit Kunden in Kontakt, die nicht lange in ihrem Laden verweilen. Aufgrund der stimulierenden Wirkung wird die Farbe Rot als Akzentfarbe verwendet, da sie Leuten ein Gefühl der Unruhe gibt und sie weniger lange bleiben wollen. Dadurch sind in Fast-Food-Ketten die Tische weniger lange besetzt und neue Kunden können hereinkommen. 

Faktoren, die die Wirkung von Farben beeinflussen

Wie eine Farbe auf einen Menschen wirkt, ist natürlich von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählen kulturelle und historische Einflüsse, das Geschlecht, natürliche Präferenzen durch die DNA oder die Umwelt. Sogar die aktuelle Stimmung, Erschöpfung oder Energie können beeinflussen, wie man Farben wahrnimmt.

Beispielsweise fühlt sich eine frierende Person meist in einem Raum mit warmen Farben wohler, während eine Person, der sehr heiß ist, einen Raum mit kühlen Farben präferieren würde.

Man muss in der Farbpsychologie natürlich berücksichtigen, dass Präferenzen und Assoziationen zu einem Teil auch immer subjektiv verschieden ist und sich dieser wissenschaftliche Zweig nicht vollständig erklären lässt.

Die vielen Einflussfaktoren auf das Empfinden von Farben machen Studien über Farbpräferenzen unsicher. Die Effekte, die durch das Erleben einer Farbe ausgelöst werden, bleiben jedoch besonders und bemerkenswert.

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