Glücklichsein kann man nicht mit Geld kaufen.

Warum dieser Satz so wahr ist.

Laut einer durchgeführten Studie, kann sich der Mensch eine geringe Menge Glück tatsächlich “kaufen”. Das Wort Glück könnte man an dieser Stelle jedoch eher mit Zufriedenheit ersetzen, denn dabei geht es um das Grundeinkommen jedes Einzelnen.

So kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass das ideale Einkommen für Einzelpersonen 95.000 Dollar pro Jahr für Lebenszufriedenheit und 60.000 bis 75.000 Dollar pro Jahr für emotionales Wohlbefinden beträgt, wobei Familien mit Kindern mehr brauchen. Die Grundbasis für Zufriedenheit und ein Quäntchen Glück liegt also hierbei auch beim Geld. Allerdings nur grundlegend, denn…

…Was geschieht, nachdem dieses Einkommensniveau erreicht ist?

Tatsächlich kam dieselbe Studie zu dem Schluss, dass ein höheres Einkommen als das bereits erwähnte, zu einer Verminderung der Zufriedenheit führt. Hättest du das gedacht?

Was wir euch damit verdeutlichen wollten: Geld an sich macht uns nicht glücklich. Es kann eine gewisse, grundlegende Zufriedenheit und ein Sicherheitsgefühl herstellen. Doch wenn wir im Kern unglücklich sind, kann uns auch Geld nicht glücklich machen. Denn auf unser Innerstes kommt es an.

Welche Gründe gibt es, warum wir uns über diese Basisschwelle hinaus, kein Glück kaufen können?

Zunächst einmal zu den Basics:

Was ist Glück eigentlich?

Die Antwort: Es ist ein Gefühl. Wenn uns jemand fragt, ob wir glücklich sind, sind damit mehrer Emotionen verknüpft: Wir verwenden die Beschreibung für positive Gefühle, wie Freude, Stolz, Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Wahres, authentisches Glück bezieht sich auf Erfahrungen, Selbstverwirklichung und Beziehungen. Vielleicht hast du es schon beim LEsen bemerkt: Bisher kam kein materieller Gegenstand vor. Warum?

Lass uns tiefer nachforschen:

1. Die hedonische Tretmühle.

Mehr Geld zu verdienen und neue Dinge zu kaufen, führt wie bereits angedeutet, nicht zu dauerhaftem Glücklichsein. Die hedonische Tretmühle ist die beobachtete Tendenz der Menschen, trotz größerer positiver oder negativer Ereignisse oder Veränderungen im Leben, schnell wieder zu einem relativ stabilen Glücksniveau zurückzukehren. Es stellt sich also automatisch wieder ein Gleichgewicht her. 

Denke zum Beispiel an deine letzten großen Kauf zurück. Vielleicht war es ein neues Iphone oder der lange ersehnte Grill. Beim Kauf und kurze Zeit danach hast du dich vielleicht aufgeregt und richtig zufrieden gefühlt. Doch schon nach einiger Zeit, kehrt wieder Normalität ein. Und dein neuer Gegenstand wird zur Gewohnheit

Oft führt das dazu, dass Menschen gleich nach dem nächsten Gegenstand streben, weil sie denken dass dieser sie noch glücklicher machen wird. Das ist die Kraft der Anpassung. EIn Kreislauf, in dem vom einen zum nächsten Gegenstand gerannt wird, in der Hoffnung das ersehnte Glück zu fangen.

Eine klassische Studie zu diesem Thema trägt den Titel “Lotteriegewinner und Unfallopfer: Ist Glück relativ?”

Die Forscher wollten sehen, wie Menschen sich an das Glück anpassen. Es wurden drei Gruppen von Menschen befragt: Lotteriegewinner, gelähmte Unfallopfer und eine Kontrollgruppe. Bei den Lotteriegewinnern stieg das Gefühl des Glücks nach ihrem Gewinn, was du dir wahrscheinlich auch schon gedacht hast. Die Opfer waren unmittelbar nach ihrem Unfall wütend. Auch das macht Sinn. Jetzt wird es interessant: Innerhalb von nur zwei Monaten waren beide Gruppen wieder bei ihren durchschnittlichen Glücksniveau angekommen. Das ist die hedonische Tretmühle – unser Gleichgewicht pendelt sich wieder ein, egal hoch das Pendel in die eine oder andere Richtung geschwungen wurde.

2. Unser Inneres ist der Schlüssel zum Glück. 

Maslows Hierarchie der menschlichen Bedürfnisse stellt sehr bildlich dar, worauf es in unserem Leben ankommt. Je höher wir in der Pyramide kommen, desto weniger spielen materielle Bedürfnisse eine Rolle. An der Spitze steht beispielsweise die Selbstverwirklichung. Davor stehen Dinge wie Liebe und Zugehörigkeit oder Selbstachtung.

Das zu erkaufen, liefert nur eine bedeutungslose und leere Kopie. Denn die höher gelegenen Bedürfnisse sprechen das Herz, den Verstand und die Seele an. Kein Geld der Welt erreicht diese Messlatte. 

3. Mit Geld kann man keine authentischen Beziehungen kaufen. 

Wenn du an deine Freunde denkst, an die gemeinsamen Erlebnisse, das Lachen und die unendlichen Gespräche. Glaubst du, diese Verbindungen kann man kaufen? Wir nicht.

Denn Beziehungen fordern unsere drei wichtigsten Dinge, das Herz, den Verstand und die Seele. Und wie bereits geschrieben, Geld spielt dabei keine Rolle. Auch das teuerste Geschenk für deine:n beste:n Freund:in ersetzt nicht dein Zuhören, deinen Rat oder deine Umarmung. 

4. Sei dankbar für das, was du hast.

Die Einstellung zum Geld spielt eine große Rolle. Die muss erst geübt werden und entwickelt sich im Laufe des Heranwachsens. KInder müssen erst lernen, was Geld bedeutet und wie man damit umgeht. Es scheint jedoch, dass das Lernen bezüglich des Geldes und im Erwachsenenalter immer noch begleitet. Und das ist nicht schlimm. Äußere Einflüsse mischen bei dieser Entwicklung gerne mal mit und so ein Weg ist auch niemals linear. Wenn du dich auch noch nicht sicher in deiner Einstellung zu Geld fühlst, dann sind die nächsten Zeitel genau das Richtige für dich.

Widmen wir uns mal der zentralen Frage: Wie entwickelt man die richtige Einstellung zum Geld? 

Dankbarkeit üben. Die Vorteile von Dankbarkeit sind schon vielfach erforscht. Bereits 5 Minuten einer Dankbarkeitspraxis, beispielsweise in Form einer Meditation oder eines Aufschriebs in deinem Tagebuch, können die Zufriedenheit wesentlich steigern. Zu sehen, was man bereits hat und dankbar zu sein, macht glücklich(er). Probier es mal aus! 🙂

Vergleiche dich nicht mit anderen. Das wird nur dazu führen, dass du dich nicht genug fühlst und dich in Frage stellst. Damit provozierst du Gefühle der Eifersucht und Depression. Bestimmt kennst du das schon. Sich zu vergleichen ist menschlich und normal, es sollte dich nur nicht belasten und in deiner persönlichen Entwicklung beeinträchtigen.

5. Wir leben in einer materiellen Welt.

In unserer Gesellschaft spielen Statussymbole, leider, eine große Rolle. Schicke Autos, teure Handtaschen, große Häuser und edler Schmuck. Immer mehr, immer teurer. Dass uns das nicht glücklich macht, wissen wir jetzt… 

…Wichtig ist, wie wir unser Geld ausgeben. Die Wissenschaft zeigt, dass es nicht darum geht, wie viel Geld man hat, sondern wie man es ausgibt. Tatsächlich zeigen Studien eine starke Korrelation zwischen Altruismus und Glück. Spenden kann helfen, zufriedener im Leben zu sein. Das muss nicht gleich heißen, dass man große Summen spenden muss. Es reicht schon eine kleine Tat aus, um sich gut zu fühlen.

Es hat sich auch gezeigt, dass das Ausgeben von Geld für Erlebnisse das Glücksgefühl erhöht. Während der Kauf von mehr Dingen nur noch mehr Unordnung in Ihr Leben bringt und verloren gehen oder kaputt gehen kann, schaffen Erfahrungen Erinnerungen und Verbindungen, die ein Leben lang halten können. Reisen ist beispielsweise eine tolle Idee. Wenn du das nächste Mal Geld ausgeben möchtest, dann mach doch lieber einen Wochenendtrip mit einer geliebten Person, statt dir etwas zu kaufen, was du eigentlich nicht brauchst. 

6. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die wichtig sind.

Was macht dir so richtig Freude? Was zaubert dir ein echtes Lächeln ins Gesicht? Das ist für jeden anders, auch für dich.

Geld hat damit nichts zu tun. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die zählen. Die Dinge, die uns glücklich machen. zum Beispiel Freundlichkeit. Ein echtes “Guten Morgen” oder das freundliche Lächeln des Baristas am Montagmorgen. Wenn uns jemand mit Herzlichkeit und freundlicher Wärme begegnet, macht uns das glücklich. Auch wenn wir die Geber sind, macht uns das zufrieden. Also nichts wie los und streue deine Freundlichkeit überall hin, wo du nur kannst!

7. Mit Geld kann man keine Zeit kaufen:

Zeit ist unser kostbarstes Gut und unsere liebste Ausrede. Besonders für die Dinge, die wir eigentlich lieben und die uns gut tun. Wandern, Zeit mit Freunden verbringen und so weiter. 

Wir zu sehr damit beschäftigt, zu arbeiten und Geld für später zu sparen und vergessen dabei unsere Zeit. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen mit mehr Geld ihre Zeit im Alltag nicht auf angenehme Weise verbringen. Sie tendieren dazu, ihre Zeit eher für stressige Aktivitäten wie Arbeiten und Pendeln zu verwenden, anstatt Platz für Freizeit zu schaffen.

Diejenigen, die so sehr darauf bedacht sind, jeden Pfennig zu sparen, nehmen sich nicht die Zeit, das Leben zu genießen. Statt sich damit zu beschäftigen, Geld zu verdienen oder zu sparen, konzentriere dich lieber darauf, dir mehr Zeit für dich selbst zu nehmen, um Aktivitäten zu genießen und Menschen zu treffen, die dich glücklich machen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass, wenn deine grundlegenden Bedürfnisse, wie  Nahrung, Wasser, Unterkunft, Kleidung und das Gefühl der Sicherheit erfüllt sind, der Rest nicht mehr käuflich ist. Es liegt an dir, authentische und wertvolle Beziehungen aufzubauen, in einer Haltung der Dankbarkeit zu leben, sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen und damit zu beginnen, dein Geld für Erfahrungen statt für materielle Dinge auszugeben. Das sind die Dinge, die dir helfen werden, ein gutes und zufriedenes Leben zu führen.

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